September 25, 2017Contact Us
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Daumier in the Press

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Date

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Title or Subject

September 9, 2017

Franco-Fil, March 22, 2017

Online-Angebote ĂŒber das Leben und Schaffen von HonorĂ© Daumier

September 9, 2017

CRSA, May 19, 2014

The Daumier-Register

September 5, 2017

The Economist, Oct. 31, 2013

The Art of Honoré Daumier: An artist's artist

September 5, 2017

The New Yorker, March 6, 2000

Citizen Daumier. By Peter Schjeldahl

September 5, 2017

Huffpost 08/31/2012

Daumier: Satirist. by Michael Brenner

July 30, 2017

Tribune India July 30, 2017

Daumier and the truth, rough and biting

April 25, 2017

The Australian March 13, 2017

Bill Leak: the Germans have a word for him — ‘zivilcourage’

April 12, 2017

Daumier Exhibition in Hungary

KortĂĄrsunk Daumier

April 9, 2017

LIBERATION

Special Edition on Daumier Oct.15,1999

February 26, 2016

blog.arthistoricum.net

LES BLANCHISSEURS – Verboten und doch veröffentlicht

January 22, 2015

Valley News

Caricature Has Always Meant to Provoke

January 11, 2015

Pensacola News Journal

Cartoons are essential to free debate

January 7, 2015

Internet release

Intermission: Je suis Charlie

September 9, 2013

Internet release

Daumier Reveals All... Santa Barbara Museum of Art

December 23, 2013

Internet release

Daumier in Moscow

April 1, 2013

NYU Internet release

Pears, Pastimes, and People

March 2, 2013

Stiftung Brandenburger Tor, Berlin

"Daumier ist ungeheuer!" (Max Liebermann)

March 11, 2013

Museum of Fine Arts, Budapest

Leave Me To My Circles

Oct. 26, 2012

Museum of Fine Arts, Budapest

Now On: The Way We Are, Museum of Fine Arts Budapest

April 24, 2012

cartooningforpeace . org

Willis From Tunis received the Daumier Prize 2012

March 31, 2012

The Journal of Art Crime

The Daumier Register: Lost and Missing Paintings

Jan. 25, 2012

Staatliche Graphische Sammlung MĂŒnchen

HonorĂ© Daumier – Die Stiftung Kames

Sept. 8, 2011

an-online.de

Daumier in Aachen

June 30, 2011

Artdaily.org

Donation by the Collectors Walter and Brigitte Kames

April 26, 2011

Cartooning for Peace

Honoré Daumier Award delivered to Xia Lichuan

April 6, 2011

Sammlung Oskar Reinhart, Winterthur

Wilhelm Genazino ĂŒber HonorĂ© Daumier

Feb. 2, 2011

Deutsches Pferdemuseum

Hippologische Leckerbissen

Jan. 8, 2011

Neue ZĂŒrcher Zeitung

Daumier in Baden-Baden

Sept. 29, 2010

artdaily.org

Francis Bacon and Daumier

Sept. 23, 2010

Presseberichte und Kritiken

Daumier Ausstellungen 2008-2009

Aug. 18, 2010

PresseankĂŒndigung und Video

Daumier in Baden-Baden

Feb. 23, 2010

BegrĂŒssung von Walter Hanel

Karikaturenausstellung im Landtag NRW

Jan. 7, 2010

arztundrecht.at

Hommage à Honoré Daumier (2008)

December 31, 2009

The Washington Post online

The Phillips Collection

June 15, 2009

Neue ZĂŒrcher Zeitung online

Kreaturen der Macht

January 14, 2009

from Denmark

Some over 50 years old clippings

October 23, 2008

Communiqué de presse

Daumier et la caricature politique

August 6, 2008

Frankfurter Rundschau online

Ein sommerliches VergnĂŒgen

August 4, 2008

TAZ.de

Genealogie der Birne

July 1, 2008

Berliner Morgenpost

Honoré Daumier und das goldene Zeitalter der Satire

July 21, 2008

Der Tagesspiegel.de

KĂ€mpfer im Federgewicht

July 24, 2008

Reutlinger Generalanzeiger

JĂ€mmerliche Helden

April 12, 2008

LA PROVENCE.com

L’intemporel "dessein" politique de Daumier à Plantu

April 17, 2008

CartoonJournal, Internet

Daumier- Ausstellung in Möchengladbach

April 5, 2008

Blog from the Graphic Arts Division, Princeton University

Daumier's Comic Paris

Feb. 23, 2008

Neue ZĂŒrcher Zeitung

Homer des 19. Jahrhunderts

Feb. 6, 2008

Die Welt online

Karikaturisten lebten schon immer gefÀhrlich

March 4, 2008

Le Figaro

Daumier, du charivari dans l'art

March 7, 2008

Le Monde

Daumier dessine notre actualité

December 13, 2007

AnkĂŒndigung der Oskar Reinhart Sammlung, Winterthur

Daumier Events bei Oskar Reinhart, Winterthur

December 13, 2007

Information by Oskar Reinhart Collection, Winterthur

Daumier Events at the Oskar Reinhart Collection

December 7, 2007

NZZ Online

Verstehen wollen - Das Kunsthaus ZĂŒrich zeigt Zeichnungen und Grafiken von HonorĂ© Daumier

August 4, 2007

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Die Gegenwart als Tatort

August 9, 2007

Press Release by Le Musée d'Art et d'Histoire St-Denis

Daumier - Du Rire aux Armes 1848-1870

April 27, 2007

Usinger Anzeiger

HÀssliche Helena trÀgt Paris als Beute davon

April 24, 2007

Giessener Anzeiger

Heroen aufs Korn genommen

March 19, 2007

La Jornada

Monet and Daumier

March 14, 2007

San Diego Arts

Old Gallants and Retired Financiers

March 13, 2007

Welt Online

Soulouque in Daumier's work

March 13, 2007

Sunday Herald

Daumier inspired Monet

March 11, 2007

Dallas News

French Paintings Celebrate Women

March 10, 2007

The Independent

The Unknown Claude Monet

March 10, 2007

The Ottawa Citizen

Disney and Daumier

 

 

 

To see NEWS BY THE DAUMIER REGISTER click here

 

 



Online-Angebote ĂŒber das Leben und Schaffen von HonorĂ© Daumier

 

Online-Angebote ĂŒber das Leben und Schaffen von HonorĂ© Daumier (Mittwochstipp 105)

Veröffentlicht am 22/03/2017 von dhiparis

Franco-Fil - Informationssuche und wissenschaftliche Ressourcen zu Frankreich

 

Von Moritz Schertl

 

View the article: francofil.hypotheses.org/4952

 

 

HonorĂ© Daumier (1808-1879) gilt als einer der bedeutendsten KĂŒnstler des 19. Jahrhunderts. Sogar Charles Baudelaire hat Daumier ein PortrĂ€t in einem seiner Werke gewidmet. Besonders durch seine Karikaturen, die das soziale Leben und politische Geschehen kommentierten, gab Daumier den damaligen gesellschaftlichen Konsens wieder. Vielfach wurde er auch von seinen Zeitgenossen als „Michelangelo der Karikatur“ bezeichnet. Eine seiner bekanntesten Karikaturen mit dem Titel Gargantua brachte ihm eine GefĂ€ngnisstrafe von sechs Monaten ein, da er darin den damaligen König Louis-Philippe aufs SchĂ€rfste kritisierte. Als Maler, der dem Realismus zuzuordnen ist, war er zu Lebzeiten weniger bekannt, kam aber posthum ebenfalls zu großem Ansehen.

 

Seit einigen Jahren gibt es zwei Internetangebote, die sich mit Leben und Werk des KĂŒnstlers beschĂ€ftigen. Die erste der beiden Websites, das Daumier Register, ist ein Verzeichnis sĂ€mtlicher Werke Daumiers. Von berĂŒhmten Karikaturen als Lithographien (4.000), ĂŒber ÖlgemĂ€lde (550) und Skulpturen (100), bis hin zu RaritĂ€ten ist hier das gesamte kĂŒnstlerische Schaffen Daumiers zu finden. Die Datenbank wurde in Kooperation mit verschiedenen Museen, UniversitĂ€ten und privaten Sammlern erstellt. Sie kann anhand mehrerer Kriterien durchsucht werden, u.a. nach Publikation, Ausstellung oder Datum, nach Titel oder Text, nach Sammlung oder Provenienz, nach Technik und nicht zuletzt ĂŒber eine sehr ausfĂŒhrliche Themenliste. So lassen sich gezielt Werke zu individuellen Persönlichkeiten suchen, zu Ereignissen wie dem deutsch-französischen Krieg oder auch zu abstrakten Begriffen wie Arroganz oder Opportunismus finden. FĂŒr jedes Werk geben verschiedene Rubriken Auskunft ĂŒber u. a. das Publikationsdatum und den historischen Kontext. Genauere Anleitung zur Suche sowie Informationen zu weiterfĂŒhrenden Funktionen der Datenbank bietet die Startseite.

 

Die zweite Website beschĂ€ftigt sich hauptsĂ€chlich mit dem Leben der Person HonorĂ© Daumier sowie seinem kĂŒnstlerischem Schaffen im historischen Kontext. Entsprechend beinhaltet diese Seite eine ausfĂŒhrliche Biographie Daumiers, unterteilt in verschieden lange Zeitspannen. Des Weiteren kann das Konsultieren der umfangreichen Bibliographie zu Themen rund um den KĂŒnstler gerade zu historischen Forschungszwecken nĂŒtzlich sein. ErgĂ€nzend zu der Datenbank der Werke Daumiers beinhaltet die zweite Website eine Sammlung von nie veröffentlichten Lithographien und FĂ€lschungen. Die privat von Dieter und Lilian Noack betriebenen Webseiten können kostenlos genutzt werden, sind jedoch mit einem kommerziellen Angebot verbunden. Originale der Litographien Daumiers können hier kĂ€uflich erworben werden.

 

Auch die BnF hat Daumier anlĂ€sslich seines 200. Geburtstages im Jahre 2008 eine Ausstellung gewidmet, die weiterhin online verfĂŒgbar ist. Diese behandelt zu großen Teilen seine Biographie sowie das kĂŒnstlerische Erbe, das durch Satirezeitschriften wie Charlie Hebdo oder Karikaturen in SchĂŒlerzeitungen weitergetragen wird. Daumiers Rolle als Zeitzeuge in einer politisch kontroversen Epoche wird hier besonders deutlich. Gerade fĂŒr Forschungsinteressierte an dieser Person kann das Angebot der BnF wichtige einfĂŒhrende Informationen liefern. Die BibliothĂšque municipale de Lyon hat ebenfalls ihre Ausstellung zum Karikaturisten online gestellt.

 

 

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Catalogue Raisonné Scholars Association

 

 

CRSA

Catalogue Raisonné Scholars Association

 

View the article: https://www.catalogueraisonne.org/project-profiles/2014/5/19/the-daumier-register

 

The Daumier-Register

May 19, 2014

 

CRSA recently sat down with Dieter and Lilian Noack to talk about their monumental 14 year effort, the Daumier-Register, an ongoing digital catalogue of the works of HonorĂ© Daumier. The site launched in 2001, giving it the distinction of being one of the first and longest running digital catalogues of one artist’s work in the field. Over the course of our interview, we learned many ways their project relates to and departs from the traditional (printed) catalogue raisonnĂ© format:

 

Artist: HonorĂ© Daumier (1808 – 1879)

Organized by / Staff: Dieter and Lilian Noack

Publication format: Digital, accessible via www.daumier-register.org and www.daumier.org

Scope: 4000 lithographs, 1000 wood engravings, 550 oil paintings and 100 sculptures

Forthcoming content: 1,500 drawings

Database: Microsoft Access

Prior publications: The Daumier-Register builds upon a fairly long list of catalogues on the artist, dating back to 1888, including those by:

 

ArsĂšne Alexandre (Paris, H. Laurens, 1888)

Erich Klossowski (MĂŒnchen, R. Piper 1908 and MĂŒnchen, R. Piper, 1923)

Eduard Fuchs (MĂŒnchen, A. Langen, 1930)

Jean AdhĂ©mar’s (New York, Macmillan, 1954)

K.E. Maison (v. 1 London, Thames and Hudson, 1967-68,v.2 London Thames and Hudson New York, NY Graphic Society 1968)

Gabriele Mandel, Luigi Barzini and Pierre Georgel (Milano, Rizzoli 1971, and Paris, Flammarion 1972)

 

Primary resources: A primary resource for the Daumier-Register is the 1968 CR by K.E. Maison, but they have built on this by contacting museums and archives, and reviewing exhibition and auction catalogues from the 1860 onward with the help of the Watson Library and Frick Library.

Updates: While their database is updated regularly as research develops, the site undergoes a major update once or twice per year. Minor changes occur on an ongoing basis.

Digital-only benefits: The site includes three language options (English, French, and German), multimedia content, and more than 700 “themes” related to the artist and his practice so that scholars can identify, for example, all works that include or relate to “lawyers” or “bookdealers,” or combine up to four themes in a search.

 

 

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The Art of Honoré Daumier: An Artist's Artist

The art of Honoré Daumier: An artist's artist

 

A rare chance to reappraise the masterful work of a soulful caricaturist

Prospero

Oct 31st 2013

 

by P.W.

 

View the article: https://www.economist.com/blogs/prospero/2013/10/art-honor-daumier

 

HONORÉ DAUMIER (1808-1879) was 21-years old when his satirical lithographs began to appear in the Paris weekly La Caricature. One of his early works portrays the king of France as a big-bellied, spindly-legged giant with a pear-shaped head. Louis-Philippe gorges on the coins his ragged subjects have been forced to give. His throne is also a lavatory; beribboned documents flow from under his seat; he is excreting new peerages. This cartoon earned Daumier six months in jail.

 

A committed anti-monarchist and passionate enemy of corruption, unfair taxation and pretentions of all kinds, Daumier was undeterred. He applied his crayon to lithographic stone and created thousands of other works of satire, targeting lawyers, policemen, faddish artists and other scoundrels. These images brought him fame and many admirers. Gustav Courbet and Vincent Van Gogh owned his work. Edgar Degas collected 750 lithographs, five drawings and a painting. Pablo Picasso, Sergei Eisenstein and Francis Bacon are among those who have paid homage to Daumier on canvas and in films. “Daumier operated as an observer and caricaturist, but his forms have also the grandeur of great art," explains Frank Auerbach, a School of London painter.

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Prospero

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Kenya’s high court annuls the presidential election

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A scheme to let non-flyers through the security gates

Gulliver

a day ago

 

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“Daumier: Visions of Paris”, an exhibition at the Royal Academy in London, displays 130 of his works—lithographs, drawings, small sculptures and paintings. They illustrate why he has always been an artist’s artist, and grant the general public the chance to reappraise his work; to appreciate him as artists do. Do see it if you can.

 

It is easy to understand why the general public has been slow to grasp the depth and range of Daumier’s gifts. The great artist has been obscured by the brilliant caricaturist. He hits his targets with such force that viewers become too absorbed by his message to notice how this was achieved. Yet without his skill, the images would not pack such punch.

 

Consider for example the vision of the king on his toilet-throne. Its composition contributes greatly to its impact. The king fills a large space, perhaps a quarter of the whole. He looms over everything and everyone. A long plank connects his cavernous mouth to the tail-coated, money-collecting functionary down at ground level. Crowded into the lower, right-hand corner are the tattered poor, among them a white-haired man on crutches and an emaciated nursing mother. Daumier never worked from live models. He looked, he studied, he memorised. Nothing was dashed off to create an effect.

 

A private man, Daumier was a reader (among the paintings on view are several brooding works based on Cervantes’s "Don Quixote"). He was neither a talker nor a writer. While it is known that he wanted to be taken seriously as an artist, his reasons for failing to follow up on opportunities to show his paintings remain a mystery. Two of the most arresting oils in this show are mirror-image versions of “Man on a Rope” (1858), both of them 110cm high. Each is the blurred, scrapped-down vision of a man holding tight to a rope which swings free—from what? To the right is a patch of sky with sketchily drawn buildings below. At first glance, they could be by Francis Bacon.

 

Paintings of laundresses, drinkers, the occupants of a third-class railway carriage are all memorable works of art, particularly his magnificent, almost monochrome “Ecce Homo”, in which Christ stands accused before a mob, wearing a crown of thorns and long robe. Also impressive are his watercolours of the jauntily dressed but weary street musicians and actors known as saltimbanques—a subject reprised by Picasso. However bitter his satire, Daumier seems to have been motivated not by hatred or jealousy of the rich and powerful but by a profound fellow-feeling for the poor and betrayed. He is not only an artist’s artist; he is an artist with soul.

 

“Daumier: Visions of Paris” is on view at the Royal Academy in London until January 14th 2014

 

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Citizen Daumier

 

The Art World

March 6, 2000 Issue

Citizen Daumier

 

By Peter Schjeldahl

 

The New Yorker, March 6, 2000 P. 94

 

THE ART WORLD about Honore Daumier exhibit atht eh Phillips Collection... Besides being, curiously, a great artist, Daumier remains the Homer of topical derision, and rivalled in history only by William Hogarth, the caricaturist’s caricaturist... The show displays seventy-five of his roughly three hundred known paintings and just seventyfour of a hard-to-believe four thousand or so lithographs, from a career that stretched from 1830 to his retirement, with failing eyesight, in 1872. (He died in 1879.) In addition, there are fifty-seven drawings and watercolors and thirty-nine sculptures. Daumier’s talent flowered in the pages of La Caricature, a weekly that, among other things, made endlessly ingenious sport of the King’s pear-shaped head. Daumier spent five months in jail for his 1831 lithograph “Gargantua”—not published in the magazine but offered for sale—which shows a monstrous Louis-Philippe being fed the wealth of France by a procession of citizens. Daumier’s developing rhetorical tones ranged from such virulence to the sublimity of perhaps the finest polemical print ever made, “Rue Transnonain, 15 April 1834,” about a massacre by national-guard troops during riots on the eponymous day. A workman in a bloodstained nightshirt and his family lie dead in their disordered bedroom....Blanket censorship descended anew in 1835, ending La Caricature and driving Daumier from political to broadly social subjects. (His last contribution to the journal depicted three martyrs of 1830 remarking on the fruits of their sacrifice, “It was certainly worthwhile getting killed!”) Modern culture owes a great deal to that particular crackdown, which helped to initiate the long march of the avant-garde: “symbolic politics” with an ever more elaborate vengeance. Writer describes "The Laundress"... It’s easy to see why Daumier so influenced later artists—to the degree that his later, moodily grimy painting style seems to blend directly into early Cezanne...

 

View Article: www.newyorker.com/magazine/2000/03/06/citizen-daumier

 

Peter Schjeldahl has been a staff writer at The New Yorker since 1998 and is the magazine’s art critic. He is the author of “The Hydrogen Jukebox.

 

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Daumier: Satirist

 

 

 

THE BLOG 08/31/2012 09:06 am ET Updated Oct 31, 2012

Daumier: Satirist

By Michael Brenner posted in HUFFPOST

direct link to the blog: www.huffingtonpost.com/michael-brenner/honore-daumier_b_1845206.html

 

 

Honore Daumier, the brilliant satirical artist of 19th century France, was the master of caricature. His remarkably observant eye fixed on the foibles and flaws of his fellows. No one and no behavior escaped his attention — neither the common man, the bourgeois, or the aristocrat. From his jaundiced vantage point he portrayed the idiosyncrasies of lawyers, bankers, artists, and politicians. Especially politicians. For Daumier was an engaged yet always skeptical participant-observer in the political trials that wracked France throughout his lifetime. Faithful to the ideals of the Republic, possessing strong egalitarian instincts, and with finely honed sensitivity to whatever was phony and contrived, Daumier relished skewering the pretentious and the self-important. He did not spare those in public life who were, nominally at least. on his side of the great ideological divide.

 

In this respect, he personified the type of French skepticism that is rooted in ideals yet unwilling to set aside the critical mind for the sake of partisan advantage. That tradition survives in contemporary France however muted and dulled.

 

Humanism was Daumier’s distinguishing characteristic. He viewed all through that lens: victim and perpetrator, the prosaic and the exalted, losers and winners. None could escape the human condition, that overarching reality of which he was always acutely aware. Strikingly, he depicted little of outright evil or maliciousness or brutality. This despite powerful feelings about injustice, exploitation and the ravages of war. The messages of his drawings are as sharply etched as the images themselves. But they stress the obtuse, the vain, the presumptuousness, the self-serving aspects of the persons and actions he depicts — however pernicious the effects of their actions. Vanity being the most characteristic flaw of the French, it is not surprising that it recurs most frequently in his art.

 

Daumier was a deep skeptic but not a cynic. He found much humanity in the daily pursuits and pastimes of his more private subjects. The convivial game of cards, the companionable drink, the affection for children — they were imbued with an evident warmth even if he often added a certain edge to them. Domestic life, the subject of hundreds of drawings that formed a defined theme of his work, best characterized this blend of decent human feeling and the frisson of all social life which constantly accompanied it. Still, some are touching; indeed, touching despite Daumier’s lack of personal empathy with the subjects. An excellent example is his sketch Noel Des Vieux wherein any elderly couple sit across a simple table from each other, strict in appearance, and together savoring in rapt attention a reading from what seemingly is either Scripture or an uplifting bit of spirituality. This clearly is not Daumier the free-thinker, the semi-Bohemian, the doubter, the man who never could quite still his self-scrutiny. It does convey, however, the genuineness of the moment. To each his own; we are all coping as best we can. That could be his motto.

 

Daumier was a man of exceptional character, craft and perception of the human condition. Very much part of his times as evident in the topicality of his art, he nevertheless transcends them — his enduring appeal so testifies. He has yet to be surpassed, equaled only occasionally by PUNCH humorous sketches of the late 19th century. Today, there are no aspirants who even strive to probe the depths that he explored, much less anyone with matching skill. There are readily identifiable reasons for that. For one thing, it is a daunting challenge to satirize living satire. How can one render the office seeker who lets it be known that he is about to ‘reinvent’ himself as warm and cuddly? What can one add to the campaign strategist who boasts that “we are not going to let facts get in the way of our strategy?” Or bankrupt CITI Corp putting its name boldly on a baseball stadium for the ever choking Mets which is popularly known as Sub Prime Park?

 

True, some antics of our high and mighty lend themselves to visual caricature, as do our fads and fashions. The fact that the persons involved appear oblivious to their absurdities does create an opening: Sarah Palin and her literally on hand notes; Rick Perry’s theme park cowboy act; Hillary’s relentless quest for the frequent flyer record punctuated by hair styles as numerous as the 100+ places she’s parachuted into. Or, at the pedestrian level, the super macho drivers (of both sexes) steering ruggedly non-individualistic SUVs while babbling on iPad about nothing. The problem for the would-be satirist is that these images have become so ingrained in our unconscious sense of the normal that it is near impossible to make the point of how ridiculous they are through exaggeration or caricature alone. Daumier’s light touch cannot do the job. To make the point, one must explain — and that means words. A quite different form of satirical commentary.

 

Daumier was not a man of words. Highly intelligent, he lacked the gift of verbal fluency. Indeed, he commented on how deprived he felt at what he saw as an inability to keep up with the thrust and parry that marked the animated conversations among friends and colleagues. This self-awareness stood in sharp contrast to the conceit if not always assertiveness that seems a natural complement to so many great artists in every age. Oddly, literary matters were an integral part of his background. Daumier’s father was a poet by avocation and vocation. Attaining only modest critical success, he was the recipient of unstinting and sustained financial largesse from a wealthy patron for decades. Born and raised in a world of words, Daumier instead was drawn to the brush, the pencil, the drawing board and the canvass.

Daumier would be hard pressed to find his footing in today’s world. For in additional to the challenge of outdoing living satire, there is the absence of ethical and aesthetic vantage points from which to comment with humor, biting or gentle, about his fellows Daumier prized the authentic above all else. His reacted with instinctive revulsion at artifice of all kinds. Those feelings that arose from his very soul, and filtered through an acute mind, pervade his work. They dominate in particular his portrayals of public men among whom he found so little of the natural and an over-abundance of contrivance.

 

Daumier in contemporary America perhaps could have had a field day; but more likely its fatuousness would have overwhelmed even his singular talents.

By:

Michael Brenner Senior Fellow, the Center for Transatlantic Relations; Professor of International Affairs, University of Pittsburgh

 

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Daumier and the truth, rough and biting

 

Posted at: Jul 30, 2017, 2:14 AM; last updated: Jul 30, 2017, 2:14 AM (IST)ART & SOUL

Daumier and the truth, rough and biting

www.tribuneindia.com/news/spectrum/arts/daumier-and-the-truth-rough-and-biting/443200.html

 

 

BN Goswamy

 

Satire. noun

The use of humour, irony, exaggeration, or ridicule to expose and criticise people’s stupidity or vices, particularly in the context of contemporary politics and other topical issues.

 

— The Oxford English Dictionary

 

To me, Art’s subject is the human clay

 

And landscape but a background to a torso;

 

All Cezanne’s apples I would give away

 

For one small Goya or a Daumier.

 

— W.H. Auden

 

In the steadily shrinking, in our land almost desiccated, field of political humour — whether satire, cartoon, caricature, or lampoon — if there is one name that comes instantly to mind, floating above all others, it is that of Honore Daumier: born at Marseilles, 1808, died 1879; a man who lived for significant periods of his life at the edge of destitution but left behind ‘the legacy of the greatest number of visual images created by any artist from antiquity to the end of the 19th century’, as an admirer wrote, putting the figure at some ‘4000 works of graphics, 300 paintings, 800 drawings, and 1000 woodcuts and sculptures’. It is not the numbers alone, however, that put him a substantive cut above countless others: it is the quality of work that he produced, zealously, relentlessly, without let, throughout his troubled life.

 

Daumier lived in difficult — some would call them interesting — times. Even as he was growing up learning how to draw and paint while earning a meagre living as a delivery boy, France was preparing for an upheaval: the Revolution of 1830 that put finally to end the rule of the Bourbon dynasty, and brought Louis Philippe — a ‘Citizen’ — to power as King. But nothing went smoothly in the land, for in the 18 years that he ruled before he was overthrown, the new king’s regime was marked by a muzzling of the press, a refusal to introduce electoral reforms, and — the worst sin of all — political corruption. This was fertile ground for honest writers and journalists and artists to grow in, and many of them came often into the open, opposing the monarchy and its hangers-on, one of the most prominent names emerging from the group being that of Charles Philipon, “the breath of whose nostrils was opposition”, and who ran two satirical publications, La Caricature and Le Charivari, to which Daumier began to contribute on a regular basis. In fact, as Henry James wrote, “Daumier became more and more the political spirit of the Charivari, or at least the political pencil, for Philipon.” As time moved, this ‘pencil’, “played over public life, over the sovereign, the ministers, the deputies, the peers, the judiciary, the men and the measures, the reputations and scandals of the moment 
” All too predictably, both Philipon and Daumier ran afoul of the powers that be who slapped heavy fines upon them, filed endless cases against them in the courts, and on occasions threw them into jail. But the visual and verbal onslaught of publisher and painter went on unabated. Comment never lost its bite, image never its sharpness. The result? In Daumier’s caricatures, one can feel the breath of the times, sense the stink of corrupt repression.

 

As he worked, every foible, every chicanery, each hint of arrogance that he saw in the people, or the types, around himself was grist to his artistic mill. No one was spared as he made fun, sometimes biting, caustic fun, now of the ilk that he knew from close — painters, actors, mountebanks, and the like, now of politicians and venal officials and those masquerading as art critics. Consider his lithograph of a painter seen almost running, applying last minute brush strokes to a painting carried by a worker on his back in front, trying to finish the work in time for submitting to a jury; or his paintings of actors going through paroxysms of false emotion while performing in melodramatic pieces on the stage. But it was for lawyers — so-called ‘Officers of the Law’ — that he reserved his true disdain. Having been at the receiving end of their arrogance and their pretensions in his own life, he showed that he really did not care for these people. He was a bit tolerant of judges, being content often with showing them dozing in their seats, or wearing world-weary expressions. But lawyers were his pet aversions, for he saw them as “men paid to simulate emotion and pious devotion to justice, but actually smug and insensitive”, “rushing up and down the corridors, their black gowns flapping, forever busy and exuding a sense of their own importance”.

 

While he was all this – caricaturist and satirist – one needs to remember that Daumier was also a great humanist, endowed with warm feelings, especially for the under-privileged. He might have made fun of himself sometimes, when, for instance, he said once that “I care more about my tobacco pipe than about fame and honour,” but he was a serious man and truly a very gifted painter. Paul Valery, the great French poet, once wrote that if Daumier was compared sometimes to Michelangelo and Rembrandt, it was just. For, in this triumvirate, he saw Michelangelo as the theologian of mankind, Rembrandt the philosopher, and Daumier the moralist.

 

 

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Bill Leak: the Germans have a word for him — ‘zivilcourage’

The Australian March 13, 2017

HENRY ERGAS

Bill Leak: the Germans have a word for him — ‘zivilcourage’

 

 

 

Henry Ergas, Columnist, Sydney

Henry Ergas is an economist who spent many years at the OECD in Paris before returning to Australia. He is Professor of Infrastructure Economics at the University of Wollongong’s SMART Infrastructure Facility.

 

 

Bill Leak: the Germans have a word for him — ‘zivilcourage’

 

Some years ago, rummaging through a pile of second-hand books, I came across one I immediately knew was for Bill Leak: a copy, in mint condition, of Henry James’ magnificent monograph on HonorĂ© Daumier.

 

Last summer, we had a chance to discuss it. Now, as I mourn Bill’s death, our discussion of Daumier resonates even more loudly in my mind.

 

Daumier was not only an extraordinary artist. He was, like Bill, an indomitable defender of freedom, using his mastery of caricature to denounce the arrogance and hypocrisy of 19th-century’s France’s governing caste.

 

In 1832, when he was just 22, his portrayal of Louis-Philippe as a gargantuan, swallowing the ­tribute of sycophants while spraying medals from his posterior, earned him a prison sentence.

 

Undeterred, for the next 35 years his cartoons burst on the country like thunderclaps as the hopes of the 1848 revolution faded into Louis Napoleon’s autocracy.

 

By 1869, Daumier was blind, exhausted and destitute; but he firmly though quietly rejected the regime’s offer of a medal, and its hint of a pension, as incompatible with the values that had guided his life.

 

Yet for all the hardships, Daumier’s public impact was immense.

 

This was a time when the illustrated press was coming into its own; and if journalism was, as James put it, “the greatest invention of the age”, Daumier proved that “social and political caricature is journalism made doubly vivid”.

 

Combining irony with a “grimness, imagination and pity” that strips away everything that is ­redundant, caricature does not merely portray the petty tyrants it mocks — it “embalms” them.

 

Soon enough, James prophesied, those tyrants will be forgotten, but the “few, masterly strokes” of the drawing that exposed their hollowness will shine “long after its occasions have been swept into darkness”.

 

Little wonder then that caricature is subject to fierce attack: if there is one thing on which autocrats and fanatics have always agreed, it is that being laughed at is far more dangerous than being hated.

 

What is surprising, however, is the scale and intensity of the ­contemporary assault.

 

Wolinski, whose work I loved in my youth, was butchered with 11 others at Charlie-Hebdo.

 

Just in the past 24 months, ­cartoonists have been arrested, beaten and deprived of their livelihoods in countries that range from Tunisia to Venezuela, Greece to Senegal, and Turkey to Burkina Faso.

 

In Australia itself, we have had the farce that ensnared Bill as its ­victim.

 

No doubt, that assault partly ­reflects the global retreat from democracy.

 

When intolerance and demagoguery are on the rise, freedom of expression is always the first casualty. Nor is the illness confined to the developing world.

 

Many American presidents have criticised the media; until now, none had thought to accuse journalists of being “enemies of the people”.

 

There is, however, more to it than that.

 

In every crisis, a piece of the world, some thing we have in common, is destroyed; in that which has gripped the West for the past decade, it is the authenticity of ­political speech that has been ­shattered.

 

To say that is not to claim that politics and truth ever marched arm in arm.

 

But the doublespeak, the refusal to call things as they are, the replacement of fact by cant, have progressed so far that only caricature — which to succeed must ­express what common sense tells us is really there — retains its grip on reality.

 

Like a divining rod, the attack on caricature therefore points to where the cave-in of our common world has occurred.

 

The ancient sophists, Hannah Arendt once wrote, could be satisfied “with a passing victory of the arguments at the expense of truth”; their contemporary counter­parts seek a more lasting victory at the expense of reality.

 

But unless and until they stifle the cartoonists, that victory will be neither durable nor secure.

 

Bill Leak was one of those who stood in the way.

 

To some extent, his work’s echo is a symptom of the state we’re in: one in which each government, defying all expectations, manages to sink to new lows.

 

Vladimir’s declaration, in Waiting for Godot, that “I get used to the muck as I go along”, must ­encapsulate the numbness many feel each morning as they glance, disbelievingly, at reports of the ­latest nonsense.

 

Set against that backdrop, Bill’s cartoons offered what Robert Frost once said a good poem ­provides: “a momentary stay against confusion”.

 

But if Bill’s work was so widely admired, it was also because of the genius he brought to the task, not merely in terms of technical virtuosity but of deep thought.

 

Socrates spoke of thought as being like the wind, sweeping the dust from our vision; its most important fruit is not knowledge of timeless verities but the ability to tell right from wrong.

 

Every bit as much as the artistry, it was that moral sense — and the indignation that goes with it — that Bill shared with Daumier.

 

Like many of their greatest ­colleagues, they had the unflinching willingness to speak out that the Germans call zivilcourage.

 

And like many of their colleagues, they bore its costs.

 

Towards the end of his life, as his eyesight faded, Daumier painted a series of paintings of Don ­Quixote. There is, in those paintings — which Van Gogh admired so much that he called Daumier “the teacher of us all”— a dignity and tranquillity to the Spanish knight as he pursues the unworldly goal he never abandoned.

 

Daumier, who never lost his zest for life, also pursued an ­unworldly goal he never abandoned: that of building a house for the truth. In Bill Leak, he had a worthy companion.

 

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KORTARSUNK DAUMIER - Exhibition in Hungary

 

Daumier's contemporaries - exhibition opening in Hungary

Opening by the French Ambassador in Hungary on March 25, 2017

Galerie Vaszary in BalatonfĂŒred, till June 11, 2017

 

vaszaryvilla.hu/index.php/kiallitasok/vaszary-galeria/1088-kortarsunk-daumier-kiallitasmegnyito

KortĂĄrsunk Daumier - kiĂĄllĂ­tĂĄsmegnyitĂł

Egy pĂ©ldĂĄtlanul sikeres Ă©v utĂĄn idei els? kiĂĄllĂ­tĂĄsunkkal a korĂĄbbi lendĂŒletet meg?rizve indult 2018-as kiĂĄllĂ­tĂĄsi idĂ©nyĂŒnk.

 

HonorĂ© Daumier grafikĂĄibĂłl ĂĄllĂł kiĂĄllĂ­tĂĄs igazi csemege a m?vĂ©szet irĂĄnt Ă©rdekl?d?k szĂĄmĂĄra - ahogy ezt a megnyitĂł is tanĂșsĂ­totta. ÉlĂ©nk Ă©rdekl?dĂ©s viszonozta azt a szellemi kihĂ­vĂĄst, amely a vilĂĄg Ă©s önmaga Ă©rtelmezĂ©sĂ©re, megismerĂ©sĂ©re szĂłlĂ­tja fel a szemlĂ©l?d?t. ValĂłban megdöbbent?, hogy a 19. szĂĄzad els? felĂ©nek hĂĄnyattatott francia törtĂ©nelmĂ©ben termett tĂĄrsadalmi grafikĂĄk ma is ?rzik relevanciĂĄjukat, valamint az, hogy a Daumier-m?vek Ă©s a kontextusukban kiĂĄllĂ­tott kortĂĄrs magyar kĂ©pz?m?vĂ©szeti munkĂĄk mennyire egyĂŒtt rezonĂĄlnak. KonceptuĂĄlis, absztrakt, realista, anekdotikus, groteszk struktĂșrĂĄk szinte ugyanarrĂłl a lĂ©nyegi tapasztalatrĂłl, emberi Ă©rzĂ©sr?l referĂĄlnak, mint Daumier rendkĂ­vĂŒli finomsĂĄggal megformĂĄlt tĂ­pusos karakterei, jelenetei. AktualitĂĄsuk arra kĂ©szteti a szemlĂ©l?t, hogy mindezt vonatkoztassa a sajĂĄt korĂĄra, sajĂĄt tĂĄrsadalmĂĄra, esetleg sajĂĄt magĂĄra - ha elĂ©g bĂĄtor.

A kiållítåst és a kiållító kortårs magyar m?vészeket a Francia Köztårsasåg nagykövete köszöntötte, ezt követ?en pedig dr. Ádåm Péter megnyitóbeszédének alaposan megérlelt gondolatai szolgåltak szellemi munícióval a kiållítås ért? befogadåsåhoz.

A kiĂĄllĂ­tĂĄs megtekinthet? a Vaszary GalĂ©riĂĄban 2017. jĂșnius 11-ig.

 

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LIBERATION - Special on Daumier

 

JOURNAL QUOTIDIEN " LIBÉRATION" - VENDREDI 15 OCTOBRE 1999 - LYON VILLE OUVERTE ( 8 PAGES SPECIALES) - DAUMIER CARICATURÉ. Edition of October 15, 1999

 

 

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LES BLANCHISSEURS – Verboten und doch veröffentlicht

 

 

blog.arthistoricum.net 25.2.2016 Barbara Wagner

 

Honoré Daumier, Les Blanchisseurs. Le bleu s'en va mais ce diable de rouge tient comme du sang. La Caricature, 23.08.1832 (DR 39)

Honoré Daumier, Les Blanchisseurs.

Le bleu s'en va mais ce diable de rouge tient comme du sang.

La Caricature, 23.08.1832 (DR 39)

 

Wie das Daumier-Register vor wenigen Tagen auf der Web-Site bekannt gab, ist ein Version des berĂŒhmt gewordenen Blattes „Die WeißwĂ€scher“ aufgetaucht, die es gar nicht geben dĂŒrfte. Dieter und Lilian Noack zeichnen dabei den Weg nach, den dieser Schwarz-Weiß-Druck genommen haben könnte. Freilich sind aufgrund der AktualitĂ€t des Fundes bislang eher Mutmaßungen ĂŒber die Existenz der Karikatur möglich. Aber sie klingen auf Anhieb schlĂŒssig, bedĂŒrfen jedoch noch weiterer Hinweise und BestĂ€tigungen.

 

Deshalb sei auch in diesem Forum die Diskussion um die AuthentizitĂ€t der Karikatur eröffnet. Bekanntlich gibt es unterschiedliche Meinungen ĂŒber beschlagnahmte und zensierte Karikaturen, ihre Echtheit wird oft in Frage gestellt.

 

Bei der fraglichen Grafik handelt es sich nicht um einen sur blanc Druck, der auch nachtrĂ€glich hĂ€tte erstellt werden können. Auf der RĂŒckseite gibt der Text eindeutig Hinweise auf einen Zusammenhang mit der Zeitschrift „Le Charivari“ die ab Dezember 1832 publiziert wurde. Im Vorfeld versuchte Philippon mögliche Abonnenten zu gewinnen und druckte hierfĂŒr eine Art Werbeprospekt, in dem verschiedene KĂŒnstler ganzseitige Lithografien beisteuerten. Mehrere dieser Prospekte sind erhalten und deshalb auch der Text bekannt, der sich genau auf dem nun aufgetauchten Blatt befindet. Insofern ist die scheint die Karikatur echt zu sein.

 

Jener Prospekt mit der zensierten Karikatur, die Daumier fĂŒr mehrere Monate hinter Gitter brachte, muss demnach auch sehr schnell aus der Druckerei in Umlauf gebracht worden sein, da ihm andernfalls die sichere Vernichtung drohte. Schließlich ist die Karikatur Daumiers in ihrer politischen Stellungnahme durch die Zensurbehörde als hoch brisant eingestuft worden. In der Ausgabe der Zeitschrift „La Caricature“ vom 23. August 1832 ist nur ein Hinweis auf das Blatt zu finden (Spalte 754 - digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/caricature1832/0198). Die Grafik selbst fehlt. Philippon verweist jedoch zugleich auch auf das Verlagshaus Aubert, in dem die Lithografien zu erwerben sind. So kamen die WeißwĂ€scherinnen doch noch ans Tageslicht und an die Öffentlichkeit!

 

Dargestellt sind der Oberstaatsanwalt Persil (1785-1870), der Innenminister d’Argout (1782-1858) und der Kriegsminister Marschall Soult (1769-1851). Gemeinsam versuchen sie, die Tricolore zu bleichen. Die Farbe Blau ist in der Farbversion der Karikatur bereits verblichen. Das Blau symbolisiert die Freiheit – jene war nach Ende der Julirevolution 1830 stark eingeschrĂ€nkt worden. Die Farbe Rot erweist sich laut Kommentar der Waschfrauen als hartnĂ€ckig wie Blut (Le bleu s'en va mais ce diable de rouge tient comme du sang.). Rot ist in diesem Fall mit BrĂŒderlichkeit der Linken gleichzusetzen. Ziel der drei Vertreter der Regierung ist ein reines Weiß, die Farbe der Royalisten.

 

Es war also ein sehr gewagtes Unterfangen Philippons – sollte sich die Vermutung noch durch weitere Indizien bestĂ€tigen lassen. Schließlich warb er mit diesem Blatt fĂŒr eine wesentlich unpolitischere Zeitschrift - wĂ€hrend Daumier zu jener Zeit vermutlich noch in Haft saß, als jene die Zensur umgehenden Publikation in Umlauf kam. Derzeit ist nur dieses eine Blatt bekannt. Ein neuerlicher und grĂŒndlicher Blick in die Archive könnte sich lohnen!

 

Direkter Link:

blog.arthistoricum.net/beitrag/2016/02/25/les-blanchisseurs-verboten-und-doch-veroeffentlicht/

 

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Caricature Has Always Meant to Provoke

 

Caricature Has Always Meant to Provoke, and Been Targeted for It

 

By Nicola Smith

 

Valley News Staff Writer

Thursday, January 22, 2015

(Published in print: Thursday, January 22, 2015)

 

 

Which of the caricatures described below are Charlie Hebdo cartoons?

 

A. An avaricious-looking Catholic monk with mouth agape and a suggestive shadow at the crotch of his robe lifts a spoon to his mouth while two other grotesque monks look on.

 

B. A French leader sits on a commode while his minions pass money to him up a ramp. The money, extorted from the working classes, goes into his mouth and is defecated out the other end as political favors and bribes.

 

C. A politician is depicted as a mushroom growing out of a dung heap. The politician’s neck turns into tentacles that burrow deeply into the pile of excrement .

 

D. An invading army of what appear to be alligators swimming ashore are, on closer inspection, Catholic bishops, whose mitres have been transformed into alligator heads, with snapping jaws.

 

The answer is: None of the above.

 

The artists in question are:

 

A. The 18th century Spanish painter Francisco Goya in his set of prints, Los Caprichos . The corruption of the Catholic church was a favorite target of Goya, and he was threatened by the Inquisition as a result.

 

B. The 19th century French caricaturist HonorĂ© Daumier working for the satirical magazine La Caricature , which was a forerunner, in its way, of Charlie Hebdo . The man excreting is the French monarch Louis Philippe, shown as Rabelais’ Gargantua, the giant with an insatiable appetite and a scatalogical wit. Daumier was imprisoned for six months for this caricature.

 

C. The 18th century English caricaturist James Gillray, who took on the monarchy, the church, the upper classes, the politicians and anything and everything. One of his favorite targets was William Pitt the Younger, who is shown as the toadstool and who became prime minister. Although Gillray’s work wasn’t threatened with suppression, Pitt eventually found a way to deal with the thorn in his side: he bought him off by bestowing a pension on him.

 

D. The 19th century German-born, American caricaturist Thomas Nast who launched broadsides in Harper’s Weekly against the corrupt New York political machine of Boss Tweed and Tammany Hall. In his caricature showing bishops as alligators, he did express, for the period, fairly typical prejudice against immigrant Irish Catholics. Because of that, a member of the New Jersey legislature asked in 2012 that Nast’s name be stripped from a list of state notables because, the legislator maintained, his drawings were anti-Irish and anti-Catholic.

 

All of these works were intended to provoke, and they have elicited indignation and outrage, as well as knowing laughter. That is the nature of caricature. Artists point to the disjuncture between what people and institutions espouse, and what they actually do . These artists were often threatened with imprisonment, and occasionally they toned it down out of self-protection, but none of them were killed because of what they’d drawn.

 

So I’ve been dismayed by some reactions to the assassination of the Charlie Hebdo cartoonists in Paris two weeks ago. The cartoonists, and their drawings, have been judged by some writers to be virulently anti-Muslim, anti-Semitic and anti-Catholic because they have lampooned, with relish, Orthodox Jews, the Pope and the nihilists who claim the teachings of Islam are the impetus for violence and murder against those who disagree with them.

 

The implication, I fear, is that the magazine, and the cartoonists, were partially to blame for the attacks. If only they’d desisted! If only they’d been more respectful and less inflammatory! Why deliberately mock religion! Why throw fuel on the fire? Can’t we all just talk about something more pleasant?

 

The writers of some of these commentaries, published in such mainstream journals as Slate , Th e New Yorker and Vox have condemned the murders, but then go on to question whether the Hebdo cartoons are really worthy of defending in the name of free speech because they are crudely drawn and tinged with malice and hostility.

 

Yes, the argument continues, we support free speech, but not if it is unnecessarily mocking or hurts the feelings of others or if it seems to rely on racial, gender or ethnic stereotypes.

 

As the old adage goes, it depends on whose ox is being gored.

 

No one, including the Hebdo cartoonists, I think, would claim that their often puerile drawings were as sophisticated or accomplished as those of Goya, Daumier, Gillray or Nast. But the caricatures of Goya, Daumier, Gillray and Nast were as lacerating, as filled with spleen and bile toward religion and politics, as the Hebdo cartoons that some have gone out of their way to condemn.

 

Would the same writers who frown on Charlie Hebdo’s take-no-prisoners satire suggest that Goya or Daumier should have softened their caricatures?

 

Would they argue that Hustler publisher Larry Flynt, purveyor of smut, should not have satirized the Christian evangelical Jerry Falwell — publishing a mock interview with Falwell in which he talked about his “first time” in an outhouse, and with his mother, to boot — because it was undoubtedly offensive to numerous Christians?

 

Falwell sued Hustler , the case went to the Supreme Court and in 1988 the eight justices ruled unanimously in favor of Larry Flynt and the freedom of speech guaranteed by the First Amendment.

 

In the 1910s and 1920s , an influential American Socialist magazine called The Masses , which attracted such talents as Sherwood Anderson and John Reed, and artists George Bellows and John Sloan, published scathing caricatures of capitalist robber barons and the Army.

 

The closer the U.S. drew to entering World War I, the more heated the magazine’s anti-war caricatures became. When the magazine published a drawing of a skeleton examining a young draftee to see whether he was fit for service, the government brought the magazine to court under the Espionage Act on the charge of treason.

 

Caricature and satire are not supposed to be timid, and historically, they haven’t been. They’re rooted in irony, cynicism, exaggeration, hyperbole and, often, rude or scatalogical imagery and language meant to jostle the conscience and push and probe at the boundaries of taste. They make us cringe, squirm, roll our eyes, smile, laugh, walk away or draw closer.

 

You can argue whether caricatures make their point succinctly or wittily, or clumsily. But you have to examine the context in which the images are made, and the intention of the artists.

 

Thomas Nast drew likenesses of Chinese immigrants and African-Americans, some of which we would now consider racial stereotypes. In fact, Nast was arguing against the 19th century Chinese exclusion laws, and for the guarantee of full voting rights to the freemen. Should we shun Nast’s work because he is biased in some instances, but not in others?

 

The same commenters who call the Charlie Hebdo caricatures racist might have studied some of the magazine’s covers that criticized the French police’s tactics of “stop ping and frisking” minority populations, or showed the nationalist, xenophobic politician Marine Le Pen happily posing for the couturier John Galliano, after he was fired from his post at Christian Dior for being caught on video in a drunken anti-Semitic rant.

 

Freedom of speech and the press are the cornerstones of our admittedly imperfect Western democracies, where they have been sometimes more observed in theory than in practice. But unless we robustly uphold a writer or artist’s right to caricature those ideas or images that we hold most sacred, then we’re on a very slippery slope of defending only the speech with which we agree.

 

 

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Cartoons are essential to free debate

 

Bowden: Cartoons are essential to free debate

Pensacola News Journal

 

J. Earle Bowden CST January 11, 2015

 

Gosh, gunfire, cold-blooded death for caricaturists for splashing a valid, wicked inked expression of freedom. This cleansing freedom of The Word, Opinion and humorous exaggerations within cartoons should be enduring. Liked or disliked, firing up left and right, this essence of free debate and civil argument derives its foundational strength from Thomas Jefferson's brilliant scripture written for the world in America's Declaration of Independence.

 

The political covenant inspires the French to find power for the people in a bloody Revolution. Take away the First Amendment for free press, religion and right of assembly and walls crumble in anarchy. Now over the troubled world we have Islamic radicals loading weapons with fear and bullets.

 

Even same national leaders deny reality: cultic killers and be-headers enslaving women and killing Christians, When you try to kill an idea, you give it a larger life. As a newspaper editor who has drawn his own cartoons since 1964, I never fear for my life while drawing into the night at Louise's English antique dining table. She often complains of India ink flavoring her cornbread and gourmet dishes.

 

Young Andy Marlette brilliantly enlivens the editorial pages with strong contemporary themes and shows a delightful positive attitude about critics seeking his scalp. My cartoons reflect editorial dreams: Gulf Islands National Seashore, Pensacola historical preservation, Pensacola bayfront and downtown redevelopment, Scenic Highway preservation, University of West Florida, quality education, cultural arts and many emotion-charged battles to reform Escambia County government.

 

Even critics blistering my backside ask for the original cartoon. One of the most honest officeholders in Escambia County, Kenneth Kelson, raged that "Mr. Bowden thinks those cartoons are funny!" When I dubbed pothole county commissioner Grady Albritton "King of the County" driving a mule-drawn chariot he was proud of his royal title.

 

English artist William Hogarth (1697-1764), considered the first cartoonist in Western history drew humorous scenes, biting satire as political persuasion spread throughout Europe; in Spain, painter Goya's (1746-1828) cartoons enraged monarch Fernando VII. In France, caricaturist Honore Daumier (1808-1879) landed in prison. He drew King Louis-Phillippe as a bloated monster. After one prison sentence, Daumier ran into trouble again, attacking the French legislature.

 

Today, Daumier is recognized as "the patron saint" of political cartooning.

 

In colonial America, many anti-British cartoons were drawn by artists who –perhaps wisely – remained anonymous. But Benjamin Franklin's "Join or Die" cartoon in 1754 is often reproduced as the first American political cartoon. Thomas Nast (1840-1902) hacked away at Boss Tweed and Tammany Hall, setting a standard of bludgeoning political enemies.

 

Romanticized as a powerful art form capable of exposing corruption, toppling governments, the cartoon rarely achieves such altruistic triumphs. The caricature does not have to be an offensive weapon, like the cowardly Paris killers, even though the likenesses should be rife with aesthetic appeal, not teardrops in bloody India ink.

 

 

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Intermission: Je suis Charlie

 

ACT FOUR

Intermission: Je suis Charlie

By Alyssa Rosenberg January 7, 2015

 

It doesn’t quite feel right to pose a casual discussion question, given the events of today, so here are some important pieces on the attack on Charlie Hebdo in Paris. More to come in subsequent days.

 

‱ “Drawing Blood,” by Art Spiegelman: This piece isn’t new, but today, Spiegelman’s 2006 piece on the Dutch Muhammad cartoon affair, complete with commentary on each of the 12 drawings and reflections on the art of caricature itself, is utterly essential reading.

 

“Cartoon language is mostly limited to deploying a handful of recognizable visual symbols and cliches,” this master of cartooning explained. “It makes use of the discredited pseudoscientific principles of physiognomy to portray character through a few physical attributes and facial expressions. It takes skill to use such cliches in ways that expand or subvert this impoverished vocabulary. Cartoonists like Honore Daumier, Art Young, and George Grosz were masters of insult and were rewarded for their transgressions: Daumier was imprisoned for ridiculing LouisPhilippe; Art Young, the Socialist editor of The Masses, was tried for treason as a result of his anti-World War I cartoons; and George Grosz was tried variously for slander, blasphemy, and obscenity before fleeing Germany as the Nazis rose to power.”

 

‱ “The Charlie Hebdo Attackers Were Attacking You Too,” by James Poniewozik: In Time, Poniewozik looks at what makes attacks such as the ones on Charlie Hebdo different from simple murder: the way such crimes cow everyone else in the vicinity, which in this case means the media.

 

“Terrorism, by definition, is never just aimed at its direct victims,” he writes. “The slaughter in Paris was aimed at every news organization that now has to decide whether to show the cartoons. It’s aimed at anyone who reports the next story like this. The Sony hack was aimed at aimed at anyone considering another movie that might offend radicals. (Already, one thriller about North Korea has been cancelled in advance.) It’s aimed at any media corporation that looks at the headlines of shootings and hacking, thinks of the danger, however remote—not to mention the potential legal liability—and decides, you know what, not worth the trouble. And it works.”

 

‱ “The Attack on Charlie Hebdo,” by Amy Davidson: And in the New Yorker, Davidson writes about what made Charlie Hebdo’s rude sensibility powerful and even optimistic.

 

 

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Daumier Reveals All

 

 

Daumier Reveals All: Inside the Artist’s Studio, Santa Barbara Museum of Art, September 14

September 7, 2014 By Tom Ski

 

Date: September 14, 2014

 

Time: 11:00 am – 5:00 pm

 

Following on the heels of Daumier’s Salon: A Human Comedy, curated by former SBMA exhibition intern Elizabeth Saari Browne, Daumier Reveals All: Inside the Artist’s Studio presents another selection of lithographs by HonorĂ© Daumier (1808-1879) that provides an inside look into the 19th-century Parisian art world. In these works, Daumier reveals the artist’s everyday routines, as well as his career ups and downs, as played out in his studio. Like the previous installation, this selection of lithographs is drawn from the recent gift of more than 1,500 Daumier lithographs by long-time supporter Robert M. Light. Owing to this generous gift, SBMA is now one of the richest repositories of the work of this celebrated master of 19th-century caricature on the West Coast.

 

Admission: Adults $10, Students, Seniors, 6-17 years old $6

 

Santa Barbara Museum of Art

1130 State Street

Santa Barbara CA 93101

info@sbma.net

805.963.4364

www.sbma.net

 

 

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Daumier in Moscow

 

 

23 December 2013

 

Exhibition of life and manners in France as seen by Honore Daumier opens in Moscow

Moscow's Folk Graphics Museum presents work by one of the most outstanding French artists of the 19th century. Honore Daumier (1808-1879) occupies an important place in the 19th -century French art. His brilliant caricatures, admired by his acclaimed contemporaries, won him international fame. He was a pioneer of political cartoon.

 

Daumier was born in Marseille. In 1816, the family moved to Paris, living a very modest life. Daumier had no opportunity to go to an art school – episodic classes in some art studio or other were all the family could afford. He managed to master lithography though. At 20, he began drawing caricatures for a satirical magazine. One particularly bold caricature of the king even cost him six months in jail.

 

A virtuoso draftsman, Daumier cared little about censorship or other restrictions as he waged his pictorial campaign, ridiculing the corrupt world of bourgeoisie.

 

Despite being widely popular, he was unpretentious and impractical in everyday life and completely inapt in money matters. No wonder, he never got rich.

 

Once Daubigny recommended Daumier to a wealthy American collector. He warned his friend to put on his best clothes and ask for no less than 5,000 francs for his work. The price suited the American and he wished to see other drawings. Daumier showed him one - more significant than the former - but with no instructions from Daubigny as to that particular work of his, Daumier set a modest price of just 600 francs which was reason enough for the collector to reject it. Hereafter, he totally ignored the artist selling his work for so cheap.

 

Daumier's prolific legacy comprises over 4,000 lithographs, about 1,000 engravings and more than 500 paintings and watercolors. Though modern viewers may find it difficult to grasp the meaning of some of Daumier's works unless they know the historical context, they will still be able to enjoy their great artistic merits.

 

Daumier's lithographs will be on display at the Folk Graphics Museum through mid-January 2014.

 

Armen Apresyan

 

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"Daumier ist ungeheuer!" (Max Liebermann)

 

 

Polemiker, Beobachter, VisionÀr.

"Daumier ist ungeheuer!" (Max Liebermann)

 

GemÀlde, Handzeichnungen, Graphik, Bronzen

von Honoré Daumier

 

Eine Ausstellung der Stiftung Brandenburger Tor im

Max Liebermann Haus

 

Unter der Schirmherrschaft des Botschafters der Französischen Republik in Deutschland

 

2. MĂ€rz bis 2. Juni 2013

 

Die Ausstellung im Liebermann Haus soll an Max Liebermanns Bewunderung fĂŒr Daumier (fĂŒr ihn „der grĂ¶ĂŸte KĂŒnstler des 19. Jahrhunderts“) anknĂŒpfen. Das Palais am Brandenburger Tor beherbergte einst eine Sammlung von 3000 Daumier-Lithographien, dazu nicht weniger als 22 Handzeichnungen und ein wichtiges Ölbild.

 

Er gehört zu den Großen der französischen Malerei. Über HonorĂ© Daumier (1808-1879) schrieb Baudelaire voll Bewunderung. Delacroix, Degas, Toulouse-Lautrec besaßen seine Werke. Ein Jahr vor seinem Tod zeigte Durand-Ruel, der Galerist der Impressionisten, eine Retrospektive unter der Schirmherrschaft des damals schon legendĂ€ren Dichters Victor Hugo. Nach 1900 sprang sein Ruhm auf Deutschland ĂŒber. Max Liebermann, der ebenso wie andere Berliner Kunstfreunde seine Arbeiten sammelte, meinte: „„Daumier ist ungeheuer! [
] Wo man ihn packen will, entschwindet er. Er ist als Maler und Zeichner und Lithograph ĂŒber alle Maßen groß. [
] Er ist der grĂ¶ĂŸte KĂŒnstler des 19. Jahrhunderts. [
] Daumier hat alles gekonnt, was er gewollt hat. Er ist das große Genie!“

 

Heute ist der Name dieses KĂŒnstlers den meisten nur durch einige der Lithographien bekannt, die er Jahrzehnte hindurch fĂŒr die Zeitung Le Charivari und andere BlĂ€tter zeichnete: politische Karikaturen in herausfordernd republikanischem Geist und tragische Allegorien auf den Krieg, Schilderungen des modernen Pariser Lebens, der Umgestaltung der Großstadt, der Eisenbahnen, der Fahrten im Fesselballon, der Ausstellungen, Spottbilder auf die enge Welt der resignierten KleinbĂŒrger, das falsche Pathos der AnwĂ€lte vor Gericht, die BildungstĂŒmelei – 4000 Kompositionen in 40 Jahren, die kein aktuelles Thema auslassen.

 

Aber als Maler und Zeichner ohne Auftragsbindung (und gar als Bildhauer) ist Daumier so gut wie unbekannt. In den meist kleinformatigen Ölbildern entwickeln sich andere Aspekte seiner Kunst: ein expressiv gesteigerter, kraftvoller, oft dĂŒsterer Ausdruck, ein Hang zu geradezu monumentaler Zusammenfassung der Form. Schicksalhaftes wird beschworen: Flucht, Einsamkeit, Zweifel.

 

Deutsche Museen besitzen nur sehr wenige dieser Werke. Dank internationaler UnterstĂŒtzung durch zahlreiche öffentliche und private Sammlungen zeigt die Ausstellung im einstigen Haus Max Liebermanns am Pariser Platz zum ersten Mal in Deutschland alle TĂ€tigkeitsfelder des KĂŒnstlers ungetrennt in ihrer wechselseitigen Befruchtung: Daumier als TotalkĂŒnstler, wie ihn Liebermann erlebte. Zugleich ist sie eine Hommage an den weitsichtigen Sammler und die ihm befreundeten Berliner Bewunderer Daumiers.

 

 

 

www.brandenburgertor.de/kultur/ausstellungen/daumier/index.html

2. MĂ€rz 2013

 

 

 

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Pears, Pastimes, and People.

 

 

Pears, Pastimes, and People. Caricatures by Daumier and his contemporaries. La Maison Française, New York University

 

 

April 12 – May 31, 2013

 

La Maison Française of New York University is pleased to present “Pears, Pastimes, and People: Caricatures by Daumier and His Contemporaries,” a survey of French lithographic production in the second quarter of the nineteenth century. The twenty-six prints exhibited, many of them hand-colored, explore a range of themes ranging from political caricature to the popular practice of satirizing social “types,” including the revolutionary war imposter and the avaricious, heartless landlord.

 

The production of cheap and plentiful prints was made possible by the invention of lithography around 1800. The periodicals La Silhouette (1829-1830), La Caricature (1830-1835), and Le Charivari (1832-1937), founded by artist, writer, and entrepreneur Charles Philipon, exploited its potential for social and political commentary, despite varying degrees of censorship imposed by the reigns of King Charles X (1824-1830) and King Louis-Philippe (1830-1848). The ebb and flow of political material thus provides an analogue to the relative political suppression of the day.

 

HonorĂ© Daumier, undoubtedly the best-known French caricaturist today, is represented by three works in the exhibition, including the deliciously elliptical Fac Quasi-simile (1835), in which captions describe the content of political vignettes, which, considered too explosive for publication, have been replaced with the visual equivalent of a non sequitur. The exhibition also presents the work of over a dozen of Daumier’s overlooked, but equally trenchant compatriots, including lithographs by Nicolas-Toussaint Charlet, Gavarni, and Jean-EdmĂ© Pigal.

 

“Pears, Pastimes, and People” was curated by Patricia Mainardi, Christina Lau, and the students of Professor Mainardi ’s New York University Romanticism seminar. La Maison Française is open to the public Monday through Friday, 10:00 a.m. to 5:00 p.m. A digital catalogue will be available beginning 4/12 for free download; visit www.nyu.edu/maisonfrancaise for details. Please contact Christina Lau at (212) 998-8752 or christina.lau@nyu.edu for more information.

 

This exhibition is presented with the support of the NYU Department of Art History, the Dean for Humanities, the Dean of the College of Arts and Science, and the Department of French.

 

 

April 1, 2013

Internet release

 

 

 

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Leave Me To My Circles

 

„Leave Me To My Circles”

The Drawings of Honoré Daumier

 

The master of French caricature in the Museum of Fine Arts.

Gonda Zsuzsa

 

It is the 5th time that the Museum of Fine Arts presents a selection from the paper works of French artist, HonorĂ© Daumier (1808–1879). The Graphic Collection of the museum preserves almost 150 woodcuts made by Daumier. The works were collected mostly up to 1914, during an era when the most influential European art dealers were contacted by the museum.

 

The show presents the way how the purchases were focused on the main works and those of special or unique features. The most interesting part of the exhibition is the collection of political caricatures of the July Monarchy: the prints of the portraits of politicians printed in La Caricature, made especially for collectors; or the Rue Transnonain, the dramatic representation of the killing of innocent people.

 

The social satire is represented by the complete series of the „Bathers” and the „Good Citizens”. According to chronology the exhibition is ended by the lithographs made for the journal Le Boulevard in 1862. The Daumier collection was completed after World War I by paper clippings from several periodicals. Following the first Hungarian show the next 3 ones (1929, 1953, 1979.) took into account these acquisitions also, thus giving a more detailed picture of the artist.

 

The Museum of Fine Arts is the proud proprietor of four Daumier drawings as well. In 1935 Pál Majovszky’s rich collection of 19th century drawings was gained by the museum, in which 3 works represent the artist: the Archimedes, made around 1850, and 2 pen sketch studies from the 1860s and 1870s. The Circus Criers, made around 1864-65, originates from the Hatvany Collection and is one of the most outstanding pieces of the series dedicated to the world of show-people.

 

The dramatic drawing presenting the murder of Archimedes is a unique piece both thematically and technically. Originally it was owned by the editor of the Gazette des Beaux-Arts and at the auction of the collection in 1914 was titled Revolt Although Daumier did not go back to the original theme, in 1857 he reanimated the figure of Archimedes. In 3 of his caricatures published in Le Charivari the old Greek physicist is l ooking at the endeavor of the British, who created Leviathan, the biggest ship in the world but could not cope with the problems of originating from the dead-load of the vessel. In the funniest page Archimedes can be seen in the Champs-Elysé with a laurel wreath on his head, leaning on a pair of compasses, listening to the English engineer who is desperately trying to ask for his help.

The Way We Are / Honore Daumier (1808-1879)

The master of French caricature

12 October 2012 – 3 March 2013

 

 

Magyar Muzeumok, March 11, 2013

 

 

 

 

 

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Now On: The Way We Are, Museum of Fine Arts Budapest

 

The Museum of Fine Arts’ Department of Prints and Drawings preserves close to 600 lithographs by the outstanding French graphic artist, Daumier. In 2009 tender funds granted by the National Cultural Foundation enabled the urgently needed preservation work for the sheets. As part of the project the museum undertook the task of displaying the results of the work in an exhibition, since the last monographic exhibition on Daumier, one of the most splendid representatives of the history of nineteenth-century graphic art, was in 1979.

 

 

The earliest Daumier prints in the museum’s collection are political caricatures created in the 1830s which were published in various satirical magazines. The artist mainly aimed at “pear-head” Louis-Philippe, the Citizen King, but also parodied politicians and members of parliament who were in his service. His most well-known caricatures were conceived in defence of the freedom of the press and of speech.

Following the so-called September laws in 1835, which effectively prohibited political caricatures, Daumier embarked upon fresh themes. Le Charivari published his series which caricatured the everyday lives and habits of the Parisian bourgeoise (The Good Bourgeois, Married Life, Bathers). His brilliantly executed drawings attest to his deep insight into human nature, while his depiction of society is often compared to Balzac’s prose. His series entitled Men of Justice depict the abuses of those in this profession with scathing irony, while his Ancient History sheets caricature those with a passion for Antiquity. His Bluestockings series hold the more extreme manifestations of emancipation up to ridicule.

Between 1848 and 1852, during the more liberal atmosphere of the Second Republic, Daumier returned to producing political caricatures. However, in the 1850s the world of the theatre, exhibitions and art studios appeared in his sheets.

In mid 1860 Daumier was dismissed temporarily from Le Charivari. He concentrated on painting and tried to earn his leaving from selling his drawings and watercolours. It is from this period that the drawing Barkers in the Museum of Fine Art’s collection originates. His late lithographs primarily addressed foreign policy issues, the Franco-Prussian War and the collapse of the Second Empire. His often allegorical depictions engendered with dramatic force portray the devastation of war and the decline of France.

The exhibition comprising a total of 170 sheets besides representing Daumier’s art features also works by some of his contemporaries (Beaumont, Cham, Gavarni and Canzi).

On display 3 March 2013

 

Source: Museum of Fine Arts, Budapest

DĂłzsa György Ășt 41, 1146 Budapest

Pf. 463, H-1396 Budapest 62

Telephone: +36 1 469 7100

Fax: +36 1 469 7171

 

26.10.2012

 

 

 

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Willis From Tunis received the Daumier Prize 2012

 

More than 4000 people attended the 2nd Cartooning for Peace International Meeting and participated in discussions led by Jean Leymarie (France Info) and SylvÚre-Henri Cissé (Canal +).

 

The conferences intervenants (Robert SolĂ© (former Director of Le Monde des Livres), Jean-François Kahn (Marianne founder) and Vanessa Rousselot (director of the documentary “blagues Ă  part”)) were illustrated by cartoons drawn in live by the 23 invited cartoonists.

 

On the occasion of the 2nd Cartooning for Peace International Meeting in Caen, Willis From Tunis, young and talented cartoonist from Tunisia, received the Daumier Prize.

Willis From Tunis (Nadia Khiari) became famous during the Tunisian Revolution, when she drew her cat Willis on the white walls of Tunis. His character, well-known on facebook, is now a chronicler of the Tunisian news on social networks.

 

 

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The Journal of Art Crime

 

The Journal of Art Crime, Fall 2011: The Daumier Register

by Catherine Schofield Sezgin

 

In the Fall 2011 issue of The Journal of Art Crime, Lilian and Dieter Noack of the Daumier Register announced that they had pinned down the the location of two paintings by the French painter and lithographer Honoré Daumier (1808-78) whose whereabouts had been previously unknown to the Swiss-based website that has the mission of identifying the works of the satirist of French society and politics.

 

The Daumier Register keeps a list of "Lost and Missing Paintings" and "Stolen and Looted Paintings".

 

Daumier's oil painting,

"Femme avec deux enfants"

Daumier’s (“Femme avec deux enfants” / “Mother with her children” (numbered as DR7196 in the Daumier Register) is an oil painting (1865/68) that has been in the collection of the National Museum of Serbia in Belgrave, Serbia, since 1949, according to the Noacks, founders of the Daumier register, who report that "rumours about the theft of the picture are thus unfounded." The painting was reportedly owned by Ambroise Vollard, a Parisian art dealer who died in an auto accident in 1939 who's assistant Erich Schlomovic, a young Croatian Jew, exhibited the painting in Zagreb in 1940. The painting was also exhibited in Prague, 1971; Zagreb again in 1989-90; Japan, 2005-6; and in Como, Italy, in 2007. The communist government of Yugoslavia incorporated the painting into the state's collection after World War II. [Schlomovic was murdered at the age of 27 in a mobile gas chamber in 1942).

 

The National Museum of Serbia in Belgrade closed its permanent collection on June 1, 2003, for a reconstruction.

 

Daumier's "Third Class"

The second painting, DR9119 (“Un wagon de troisiùme classe “ / “Third Class “ / “Wagen dritter Klasse’) had disappeared after it had been sold in 1982 at Drouot Auction in Paris. It was part of two Daumier paintings (the second being DR7005), which belonged to the estate of Parisian industrialist Roger Leybold (1896-1970) and shows an interesting Third Class Carriage scene, according to the Daumier Register. "We were informed by the owners that it was offered for sale in 2011 by Galerie AB in Paris where it had been stored since 1982," Daumier Register reported. You may read more about the background of this painting here.

 

 

The International Foundation for Art Research (IFAR) lists sources, including the Daumier Register, to obtain information on the body of work (catalogues raisonnés) for Honoré Daumier.

Posted by Catherine Schofield Sezgin at 12:30 AM Labels: Ambroise Vollard, Daumier Register, Erich Schlomovic, Honoré Daumier, IFAR, National Museum of Serbia, provenance.

 

Read the

full illustrated text of the ARCA Blog.

 

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Pinakothek der Moderne, MĂŒnchen

 

 

Staatliche Graphische Sammlung MĂŒnchen

in der Pinakothek der Moderne

HonorĂ© Daumier – Die Stiftung Kames ((Arbeitstitel))

01.12.2012 – 24.02.2013

 

Das Sammlerehepaar Brigitte und Walter Kames stellte 2011 der Museumsstiftung zur Förderung der staatlichen bayerischen Museen PIN. ĂŒber 3.000 Lithographien des berĂŒhmten französischen KĂŒnstlers HonorĂ© Daumier (1808–1879) zur VerfĂŒgung. Zusammen mit den bereits vorhandenen 700 Lithographien und Holzschnitten verfĂŒgt die Staatliche Graphische Sammlung MĂŒnchen nunmehr ĂŒber den umfangreichsten Bestand an Druckgraphiken Daumiers in deutschem Museumsbesitz. Die Sammlung Kames zeichnet sich durch ihren Umfang und den guten Zustand der BlĂ€tter aus; besonders hervorzuheben sind zudem die zahlreichen vollstĂ€ndigen Serien, in denen der KĂŒnstler ein Thema ĂŒber mehrere BlĂ€tter hinweg behandelt hat.

 

HonorĂ© Daumier zĂ€hlt zu den bedeutendsten Karikaturisten des 19. Jahrhunderts in Frankreich. Er war fest angestellter Mitarbeiter der wöchentlich erscheinenden und von der Zensur bald verbotenen Satirezeitschrift „La Caricature“ (1830–1835) und arbeitete außerdem fĂŒr den tĂ€glich publizierten „Le Charivari“ (1832–1875). Über einen Zeitraum von vierzig, politisch und gesellschaftlich ĂŒberaus bewegten Jahren schuf Daumier höchst qualitĂ€tvolle, satirische Zeichnungen, die sich vor allem durch dramatische Helldunkel-Effekte, prĂ€zise herausgearbeitete Physiognomien und treffende Situationskomik auszeichnen. Daumier schuf insgesamt etwa 4.000 Lithographien und 1.000 Holzschnitte, die einen unmittelbaren Einblick in die französische und europĂ€ische Politik und Geschichte, in den bĂŒrgerlichen Alltag und verschiedene soziale Milieus geben. Seine unerschöpflichen Themen reichen von gierigen Börsenspekulanten und parteiischen Advokaten ĂŒber berechnende Parlamentarier und ĂŒberforderte StaatsoberhĂ€upter bis hin zu selbstverliebten SpießbĂŒrgern und sich zankenden Eheleuten. Daumiers Karikaturen wurden ĂŒberwiegend im Flachdruckverfahren der Lithographie umgesetzt, die es in besonderem Maße erlaubte, die genuin kĂŒnstlerische Handschrift getreu zu reproduzieren. Der KĂŒnstler ĂŒbertrug seine Zeichnungen mit fetthaltiger Kreide oder Tusche direkt auf eine steinerne Druckplatte aus Kalkschiefer, von der mehrere AbzĂŒge gefertigt wurden.

 

Aus der Sammlung Kames werden nun erstmals 240 ausgewĂ€hlte BlĂ€tter prĂ€sentiert und in einem umfangreich bebilderten Katalog vorgestellt, der neue thematische Perspektiven, so beispielsweise die Vorbildwirkung Daumiers fĂŒr andere KĂŒnstler, eröffnet.

 

 

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Daumier in Aachen

 

 

an-online.de

 

Mit spitzer Feder die Welt erklÀrt

 

Von Anja Klingbeil 08.09.2011

 

 

AACHEN.

Der dickliche Kopf ist in den Schraubstock gepresst. UnermĂŒdlich werden die beiden Platten weiter zusammengedrĂŒckt. «Du willst dich doch nicht mit der Presse anlegen», steht in französischer Sprache unter der Lithographie.

 

Die Karikatur aus dem Jahr 1833 macht deutlich: Die republikanische Presse wollte sich von der Monarchie nicht unterjochen lassen. Mit spitzer Feder hat der französische Karikaturist Honoré Daumier jedes nur erdenkliche Thema, das die Menschen bewegte, festgehalten, kommentiert und falsches Verhalten angeprangert.

 

«Daumier hat alles gefunden, aufgegriffen, und hat es dann auch gestaltet. Er hat immer genau den wunden Punkt erkannt», sagt Hans-Ulrich Nieter vom EuropĂ€ischen Zeitungsmuseum in Krefeld. 30 Jahre lang hat er das Werk des Franzosen genau unter die Lupe genommen, hat akribisch Karikaturen gesammelt, wurde fĂŒndig in Antiquariaten, auf Auktionen und bei der Daumier-Gesellschaft.

 

Rund 70 Exponate sind in der ersten Wechselausstellung des Internationalen Zeitungsmuseums (IZM) an der Pontstraße zu sehen. Werke, die zeigen, wie sich «Die Zeitung in der KĂŒnstlerkarikatur» widerspiegelt. 20 weitere Exponate sind zudem ab dem 19. September im Deutsch-Französischen Kulturinstitut an der Theaterstraße zu sehen. Diese beschĂ€ftigen sich mit den Themen Frauen und Emanzipation.

 

Das Lebenswerk Daumiers umfasst mehr als 4000 Lithographien und 1000 Holzschnitte. «Trotzdem ist der KĂŒnstler recht verarmt gestorben», sagt Andreas DĂŒspohl, Leiter des IZM. FĂŒr die Besucher der Ausstellung gibt es ein kleines Handbuch. Dort finden sich Übersetzungen und ErklĂ€rungen zu den einzelnen Werken. «Ohne sind sie oft nicht zu verstehen», sagt Hans-Ulrich Nieter. Zu sehen ist die Ausstellung im IZM noch bis zum 22. Dezember.

 

 

From: an-online.de, Sept. 8, 2011

 

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Donation by the Collectors Walter and Brigitte Kames

 

MUNICH.- The collectors Walter and Brigitte Kames are handing over their collection containing over 3000 lithographs by HonorĂ© Daumier (1808–1879) to the ‘Collective Foundation of Bavarian State Museums’. The Staatliche Graphische Sammlung MĂŒnchen, which already has some 700 lithographs and woodcuts by the artist, is then likely to preside over more prints by Daumier than any other museum in Germany . The quality of this collection stems not merely from its scope and the good condition of the sheets. What makes this donation so especially valuable is the fact that the lithographs include numerous series in their entirety, whereby Daumier pursued a subject over several sheets.

 

An extensive exhibition of the collection will be held from 1.12.2012 to 24.2.2013 at the Staatliche Graphische Sammlung MĂŒnchen in the Pinakothek der Moderne.

 

The ‘Collective Foundation of Bavarian State Museums’ was established in 1993 to provide individuals with the opportunity to transfer important artworks from private collections to state ones in the form of donations, endowments and estates. The foundation also supports the Bayerische StaatsgemĂ€ldesammlungen, as well as the Staatliche Graphische Sammlung MĂŒnchen, by offering them the artworks it receives as permanent loans.

 

The first and as yet largest work on paper to have been received this way is the monumental woodcut Ways of Worldly Wisdom by Anselm Kiefer (*1945). Further donations to the SGSM’s collection have come in the form of important individual sheets, including ones by Henri Laurens (1885–1954) and Alessandro Magnasco (1667–1749) – as well as larger groups of works, comprising drawings by Alfred Kremer (1885–1965) and Peter Anton Verschaffelt (1710–1793), and by the Simplicissimus illustrators, Karl Arnold (1883–1953, from his own estate) and Erich Schilling (1885–1945, from the collection of Molly and Walter Bareiss).

 

From: Artdaily.org, June 30, 2011

 

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Honoré Daumier Award

 

April 26, 2011

"Honoré Daumier Award" delivered to Xia Lichuan

 

 

Xia Lichuan, a Chinese cartoonist, was awarded with the First "Honoré Daumier Award" on Saturday, April 23rd, at Caen Town Hall. The award was presented by Philippe Duron, Mayor of Caen and Jean Plantu, President of "Cartooning for Peace" for her cartoon on the wearing of burqas.

 

The jury rewarded Xia for her talent and the work she performs despite the several constraints imposed in her country. The Award was one of the main moments of the First International Meeting of Cartooning for Peace cartoonists, that took place the same weekend at the MĂ©morial of Caen.

 

 

 

From: Cartooning for Peace website

 

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Wilhelm Genazino ĂŒber HonorĂ© Daumier

 

06.04.2011 / 18:30

Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz» / Winterthur

Lautmalerei und Wortbilder

 

In der Verantstaltungsreihe «Lautmalerei und Wortbilder» werden Autorinnen und Autoren eingeladen, literarische Texte zu einem Kunstwerk ihrer Wahl aus der Sammlung «Am Römerholz» zu schreiben und diese im Rahmen einer öffentlichen Lesung in der GemĂ€ldegallerie vorzutragen. Im Anschluss findet ein GesprĂ€ch statt, das die Möglichkeit eröffnet, den Dialog zwischen Bild und Sprache fortzufĂŒhren.

 

Wilhelm Genazino hat HonorĂ© Daumiers «RĂŒckkehr vom Markt» (1855-1860) ausgewĂ€hlt und darĂŒber einen Text geschrieben. Der Autor wird mit Rose-Maria Gropp (FAZ) ĂŒber Daumier und auch ĂŒber die Verschwisterung von Literatur und Kunst sprechen.

 

 

Adresse:

Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz»

Haldenstrasse 95

8400 Winterthur

www.roemerholz.ch

 

 

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Hippologische Leckerbissen

Deutsches Pferdemuseum zeigt verborgene SchÀtze

Von ANGELIKA SIEPMANN

 

 

Verden. Das Deutsche Pferdemuseum am Holzmarkt prĂ€sentiert auf zwei Etagen eine FĂŒlle von Ausstellungsobjekten. Es kann aber lĂ€ngst nicht alles zeigen, was es an SchĂ€tzen und RaritĂ€ten zu Ross und Reitern verwahrt. Die Depots und der Dachboden sind voll und enthalten so manche Kostbarkeit. Einmal im Monat rĂŒckt das DPM nun einen "hippologischen Leckerbissen" ins Rampenlicht.

 

FĂŒr den Auftakt der Aktion, die vorerst bis Jahresende geplant ist, haben die Initiatoren die Karikatur "Harte Zeiten fĂŒr Postillone" ausgewĂ€hlt. Dabei handelt es sich um eine Lithografie aus der Feder des bedeutenden französischen KĂŒnstlers HonorĂ© Daumier von 1848.

 

Daumier thematisiert darin auf skurril-humorvolle Weise die Konkurrenz zwischen den Postillonen und der Eisenbahn im 19. Jahrhundert. Im Vordergrund der Grafik sind drei Postillone vor einer Poststation zu sehen. Resigniert bis verzweifelt blicken sie einem Zug nach. Die französische Bildunterschrift lĂ€sst sich etwa so ĂŒbersetzen: "Es ist kaum zu glauben, dass uns jetzt alle Reisenden vor der Nase weggeschnappt werden."

 

Die Druckgrafik entstand im Rahmen einer Folge mit dem Titel "Les chemins de fer" (Die Eisenbahn), deren einzelne BlĂ€tter in der Zeitung "Le Charivari" veröffentlicht wurden. Dieses tĂ€glich erscheinende Blatt wurde 1832 gegrĂŒndet und bestand aus einem in der Mitte gefalteten Bogen. Die Karikatur befand sich immer auf der dritten Seite.

 

BroschĂŒre zum Nachlesen

 

Da viele Franzosen damals nicht lesen und schreiben konnten, nahmen Zeichnungen einen hohen Stellenwert ein - so verstanden auch Analphabeten die Botschaft. Daumier setzt sich seiner Karikatur auch mit der Entwicklung auseinander, die in der ersten HÀlfte des 19. Jahrhunderts einen gewaltigen Umbruch darstellte: die VerdrÀngung des Pferdes aus seinen angestammten Aufgabengebieten durch fortschreitende Industrialisierung und Mechanisierung.

 

In Deutschland verkehrte die erste Eisenbahn 1836. Bis dahin war der Personentransport im Fernverkehr grĂ¶ĂŸtenteils durch das Postverkehrsnetz abgedeckt. Auch wenn der Wandel langsam vonstatten ging und die Postkutschen lange Zeit Zubringerdienste zu den Bahnhöfen leisteten, verloren viele Pferdewechselstationen und Gasthöfe ĂŒber die Jahre an Bedeutung.

 

Wissenswertes zum "Leckerbissen" des Monats lĂ€sst sich in der kleinen, bebilderten BroschĂŒre nachlesen, die jeweils zu den ausgewĂ€hlten Exponaten erscheint. Das Heft ist gegen eine geringe GebĂŒhr im Museumsshop erhĂ€ltlich.

 

Der "Leckerbissen" wird jeden Monat in einer Vitrine prĂ€sentiert, die im Erdgeschoss des Museums steht. Das Stichwort unterstreichen in der aktuellen Dekoration ZuckerstĂŒckchen und (kĂŒnstliche) Äpfel. Wer genau die Idee zu der Sonderaktion hatte, ließ sich gestern im PressegesprĂ€ch nicht herausfiltern. Es dĂŒrfte aber die Kunsthistorikerin Christine RĂŒppell dahinterstehen, die als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Deutschen Pferdemuseum tĂ€tig ist. Ihr zur Seite stehen mit großem Engagement die Leiterin der hippologischen Fachbibliothek, Britta StĂŒhren, sowie der Vorsitzende des TrĂ€gervereins Pferdemuseums, Rainer Kiel.

 

Als Herr des Hauses gab Kiel den symbolischen Startschuss fĂŒr die neue Sonderaktion. Er weiß am besten, dass der Hort der HipposchĂ€tze noch so manche Überraschung birgt: "Die schönsten Sachen liegen im Magazin." Nach und nach sollen sie ans Tageslicht befördert werden.

 

02.02.2011

 

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Daumier in Baden-Baden

 

Click here to read an article by the Neue ZĂŒrcher Zeitung, January 8, 2011 about the Daumier exhibition in Baden-Baden

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Francis Bacon and Daumier

 

The Courtauld Gallery in London is showing Don Quixote and Sancho Pansa by Daumier together with an important painting by Francis Bacon on loan by the Estate of F. Bacon.

 

Click here to read the article by artdaily.org, Sept. 29, 2010

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Daumier Ausstellungen 2008-2009

 

Viele Presseberichte und Kritiken zu Daumier Ausstellungen 2008 bis 2009 zusammengestellt von der deutschen Daumier Gesellschaft.

Klicken Sie hier

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Daumier in Baden-Baden (PresseankĂŒndigung und Video)

 

DAUMIER UND SEIN PARIS. Kunst und Technik einer Metropole. Eine Ausstellung im LA8 ab September

 

Vom 18. September 2010 bis zum 20. MĂ€rz 2011 zeigt das Museum fĂŒr Kunst und Technik in Zusammenarbeit mit der HONORÉ DAUMIER-GESELLSCHAFT die Ausstellung Daumier und sein Paris. Kunst und Technik einer Metropole. Daumier und Paris – darin bĂŒndeln sich kĂŒnstlerische, stĂ€dtebauliche und technische Innovationen ersten Ranges. HonorĂ© Daumier (1808–1879) ist laut Baudelaire der erste wahrhaft moderne KĂŒnstler, auch weil er abseits der höherrangigen Malkunst das vorher wenig geschĂ€tzte Reproduktionshandwerk des Druckens zu einem eigenstĂ€ndigen kĂŒnstlerischen TrĂ€ger von AktualitĂ€t entwickelte. Daumiers Stadt – Paris – ist der erste und entscheidende Modelfall einer modernen Metropole. Daumiers technisches Medium, die Lithografie, ist das erste visuelle Massenmedium und trug so zum Entstehen des modernen, tagesaktuellen und auflagenstarken Zeitungswesens und damit stĂ€dtischer Öffentlichkeit bei.

 

Die 220 Lithografien, die in der Ausstellung gezeigt werden, stellen eine Auswahl aus Daumiers rund 4.000 Druckgrafiken dar, die fĂŒr die Zeitschriften La Caricature und Le Charivari entstanden sind. Sie bieten einen umfassenden Rundgang durch das tĂ€gliche Leben der Pariser BĂŒrger im 19. Jahrhundert. Die zunehmende Industrialisierung beeinflusste nicht nur das Verkehrswesen, sondern auch die Arbeits- und Vorstellungswelt. Daumier hielt die Modernisierung der noch innerhalb einer mittelalterlichen Verteidigungsanlage befindlichen Kernstadt zu einer Metropole in seinen Lithografien fest, wĂ€hrend sie sich gerade ereignete. Er hatte dabei weniger das ihm immer wieder zugeschriebene Lustige als vielmehr das Paradoxe moderner Großstadterfahrung im Blick. Der massive Stadtumbau bescherte den normalen BĂŒrgern vollkommen neue Erfahrungen: sich im eigenen Zuhause nicht mehr zurechtzufinden oder ehemals vertraute StraßenzĂŒge oder KaufhĂ€user in Labyrinthe verwandelt vorzufinden.

 

Als Georges-EugĂšne Baron Haussmann (1809–1891) die ehrgeizigen PlĂ€ne Kaiser NapolĂ©ons III. zur Stadterneuerung umsetzte, entstanden nicht nur neue Bahnhöfe und prachtvolle Boulevards, sondern auch neue Elendsquartiere ohne Anschluss an die öffentliche Wasserversorgung, ohne Anbindung an den neuen und zeitgemĂ€ĂŸen Komfort. Die Wohnungsnot sowie neue und findige Erwerbsmöglichkeiten kommentierte der viel beachtete Karikaturist ebenso wie die Eigenheiten der aufkommenden Hygienepraktiken auf Badebooten, die in der Seine vor Anker lagen.

 

Innerhalb der Ausstellung veranschaulichen die Druckgrafiken das Werden und Leben in dieser Stadt der Moderne. Mehrere historische StadtplĂ€ne dokumentieren die baulichen VerĂ€nderungen und die Konzeption einer Stadterneuerung. Eine Lithografiepresse aus dem Jahr 1850 erinnert an die Ende des 18. Jahrhunderts von Alois Senefelder entwickelte Drucktechnik. Die Ausstellung lĂ€dt zum Bummel durch Paris ein – eine Zeitreise in die wechselvolle Geschichte einer Stadt zwischen Revolutionen, Republiken, Kriegen, aber auch der Weltausstellungen und der subtilen Umgehung von Zensuren im Pressewesen.

 

 

Sehen Sie hier ein kurzes Video zur Ausstellung

Quelle: SWR

 

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Karikaturenausstellung im Landtag NRW (23.2.2010)

 

BegrĂŒĂŸungsworte anlĂ€sslich der Ausstellungseröffnung "Die Zeitung in der KĂŒnstlerkarikatur von HonorĂ© Daumier" und "Denkschule fĂŒr Demokratie - politische und andere Zeichnungen von Walter Hanel"

 

Karikaturenausstellung im Landtag NRW (23.2.2010) BegrĂŒĂŸungsworte der PrĂ€sidentin des Landtags NRW Regina van Dinther anlĂ€sslich der Ausstellungseröffnung „Die Zeitung in der KĂŒnstlerkarikatur von HonorĂ© Daumier“ und „Denkschule fĂŒr Demokratie - politische und andere Zeichnungen von Walter Hanel“ am 23. Februar 2010, 15.00 Uhr, Wandelhalle des Landtags

 

 

 

Guten Tag, meine sehr geehrten Damen und Herren!

liebe Kolleginnen und Kollegen,

verehrte GĂ€ste!

 

I.

 

"Was der Hofnarr fĂŒr die Monarchie war, ist der Karikaturist fĂŒr die Demokratie."

 

Mit diesem schönen Zitat des Journalisten Andreas Dunker heiße ich Sie herzlich willkommen im Landtag Nordrhein-Westfalen zur Eröffnung einer Ausstellung - oder richtiger: einer Doppelausstellung.

 

Zum einen prĂ€sentieren wir Werke des berĂŒhmtesten französischen Karikaturisten des 19. Jahrhunderts, von HonorĂ© Daumier. Ich freue mich, den Kurator der Daumier-Ausstellung und Leiter des EuropĂ€ischen Zeitungsmuseums Krefeld begrĂŒĂŸen zu können. Herzlich willkommen Hans-Ulrich Nieter.

 

II.

 

Ich fand die Idee glÀnzend, diese Daumier-Ausstellung mit einer weiteren zu verbinden. Sie alle kennen seine Karikaturen aus verschiedenen deutschen Printmedien. Sie haben sogar auch in französischen Zeitungen wie "Le Monde" ihren Platz.

 

Ich freue mich ganz besonders, den KĂŒnstler - so darf ich ihn nennen - heute persönlich begrĂŒĂŸen zu dĂŒrfen. Herzlich willkommen, verehrter Walter Hanel.

 

Dass die Ausstellung "Denkschule fĂŒr Demokratie" hier zu sehen ist, verdanken wir der Volkshochschule Bergisch-Gladbach und ihrer Leiterin, Frau Dr. Birgitt Killersreiter. Auch Sie begrĂŒĂŸe ich sehr herzlich.

 

Walter Hanel steht Ihnen gleich noch zum KĂŒnstlergesprĂ€ch mit Werner Ludwig und anschließend zur Signierstunde zur VerfĂŒgung.

 

 

III.

 

"Die Waffe des Karikaturisten ist sein Zeichenstift. ­Die Munition dazu liefert jedoch sein analytischer Verstand und sein treffender Humor."

 

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht: Mir wĂŒrde ohne die Karikatur bei der MorgenlektĂŒre der Zeitung, mit der oftmals der erste Schmunzler oder gar Lacher des Tages verbunden ist, etwas fehlen: NĂ€mlich das Salz in der Suppe der Politik.

 

HonorĂ© Daumier, der 1832 wegen spitzer Satire gegen die Obrigkeit sogar zu einer GefĂ€ngnisstrafe verurteilt wurde, beschĂ€ftigte sich neben den MĂ€chtigen zunehmend auch mit dem KleinbĂŒrgertum, das er in Alltagsszenen karikierte.

 

Über Walter Hanel, der mit vielen Auszeichnungen und Preisen bedacht wurde, schrieb die "Welt" im Jahr 2000 anlĂ€sslich seines 70. Geburtstages unter der Überschrift "Karikaturist mit Moral":

 

"Die Berufskrankheiten des Karikaturisten - Zynismus und Weltverbesserei - sind ihm fremd. Er ist zugleich Optimist und Pessimist, Fatalist und Stoiker. Vor allem aber amĂŒsierter und amĂŒsierender Philosoph der Zeichenfeder."

 

Verehrter Herr Hanel, ich bin sicher: Auch zu Ihrem 80. Geburtstag in einigen Monaten wird mindest ebenso viel Positives ĂŒber Sie geschrieben werden.

 

Meine sehr verehrten Damen und Herren, mein Dank gilt Ihnen allen fĂŒr Ihr Kommen.

 

Freuen wir uns nun auf das Wort von Hans-Ulrich Nieter.

 

Herzlichen Dank.

 

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Hommage à Honoré Daumier (2008)

 

Die Menschen schÀtzen die Karikatur, denn sie nimmt ihnen die Rache ab an den Fehlern, an denen die Gesellschaft krankt.

(Luc de Clapiers Marquis de Vauvenargues, 1715 - 1747)

 

 

Am 26. Februar 1808 in Marseille geboren, begann HonorĂš Daumier seine kĂŒnstlerische Laufbahn in einer LithographenwerkstĂ€tte. Er entwarf Vignetten und Buchtitel, begann also, wie wir heute sagen wĂŒrden, als Gebrauchsgraphiker.

 

Im Jahr 1831 Ă€nderte sich dies, als Charles Philipon, Herausgeber des populĂ€ren satirischer Blattes La Caricature, das Talent des jungen Daumier erkannte und ihn fĂŒr seine Zeitschrift engagierte. Mit bissigen Karikaturen der Politiker der sog. Julimonarchie wurde Daumier schlagartig populĂ€r.

 

Wegen Verspottung des Königs wanderte Daumier 1832 fĂŒr sechs Monate hinter Gitter, was zwar unangenehm gewesen sein mochte, Daumiers PopularitĂ€t aber eher nĂŒtzte als schadete. Die Aufhebung der Pressefreiheit im Jahre 1834 und das Verbot der La Caricature im Jahre 1835 zwangen Daumier, sich von der Politik ab- und neuen Themen zuzuwenden: In der Zeitschrift Charivari, die ebenfalls Charles Philipon gehörte, nahm Daumier mit beißender Ironie die Laster und die SchwĂ€chen der bĂŒrgerliche Gesellschaft seiner Zeit aufs Korn.In diese Zeit fĂ€llt auch die große Serie von Karikaturen, die sich mit der französischen Justiz beschĂ€ftigt:

 

In seinen populĂ€ren Gens de Justice machte Daumier selbstgefĂ€llige Richter, eingeschlafene Beisitzer, fanatische AnklĂ€ger, aber auch umtriebige und habgierige Advokaten und deren bedauernswerte Klienten zur Zielscheibe seines Spotts. Das nebenstehende Bild "Le Grande Escalier de Palais de Justice" (entstanden 1865, heute im Baltimore Museum of Art in den USA zu sehen) ist typisch fĂŒr jene Schaffensphase des KĂŒnstlers.

 

Zwischen 1836 bis 1838 brandmarkte Daumier in den Caricaturana die Korruption unter dem famosen BĂŒrgerkönig Louis-Philippe.

 

Ab der Revolution von 1848 wandte sich Daumier wieder politischen Themen zu.

 

In den Repésentants représentés und den Actualités prangerte er die sozialen MissstÀnde der Zeit an und die Politik Napolens III.

 

Daumiers Bilder entstanden meist in der ihm gelÀufigen Technik der Lithographie, wobei er, ohne Farben zu verwenden, den Eindruck starker Farbigkeit erzeugen konnte.

 

Sein Stil, anfangs streng figĂŒrlich, wurde zunehmend freier und entwickelte sich zu malerischer Weichheit, die ihn zu einem VorlĂ€ufer des Impressionismus machte. Im Alterswerk reduzierte er die Darstellung schließlich auf angedeutete Linien und Spiralen.

Neben der Lithographie gehörte der Holzschnitt zu seinen bevorzugten Techniken, aber auch ÖlgemĂ€lde, meist in Grau- und Brauntönen gehalten, und Skulpturen gehören zum kĂŒnstlerischen Nachlass des Meisters.

 

Im Alter zog sich der Meister aufs Land zurĂŒck und geriet nach und nach in Vergessen-heit.

Daumier starb am 10. Februar 1879 in Valmondois nahe von Pontoise. Seine letzte Ruhe-stÀtte fand Daumier aber in der 24. Division des Cimitiere Pere Lachaise in Paris.

 

Daumiers Grab ist heute freilich nur schwer zu finden (es empfiehlt sich, einen kleinen FĂŒhrer zu Rate zu ziehen, wie sie an den EingĂ€ngen des Pere Lachaise zum Kauf angeboten werden). Die Inschrift auf der Grabplatte ist kaum noch lesbar, die ZiersĂ€ulen und die schwere Kette, die einst das Grabmal umspannte, vom Zahn der Zeit benagt.Es hat beinahe den Anschein, als wolle das offizielle Paris Daumier bis heute die schonungslose Verspottung seiner einstigen Potentaten nicht verzeihen.

 

Anders die Kunstwelt: Ab 1900 begann man, sich an Daumier zu erinnern und heute haben Daumiers Bilder EhrenplĂ€tze in den exklusivsten Museen der Welt, vom MusĂše dÂŽOrsay und dem Louvre in Paris, ĂŒber Museen in Wien, Essen, Mannheim und Berlin, bis hin zu dem schon erwĂ€hnten Baltimore Museum of Art in den USA.

 

Mehr zu HonorĂš Daumier finden Sie im Internet hier

www.daumier.org

The Daumier Register

 

(aus: www.arztundrecht.at/html/body_osterreich_2008.html, Internet 2008)

P.S. Eine Bemerkung des Daumier-Registers: Zwischenzeitlich haben wir dank Spenden vieler grosszĂŒgiger Daumier Freunde das Grab von HonorĂ© Daumier auf dem Friedhof PĂšre Lachaise zu seinem 200. Geburtstag restaurieren können.

 

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The Phillips Collection

 

Rediscovering Honoré Daumier in the intimate Phillips Collection

 

(Marvin Joseph/twp - The Washington Post)

 

By Blake Gopnik

Thursday, December 31, 2009

 

Third of five articles in which the Post's art critic chooses a single detail from a single painting to dwell on.

 

Every complete work of art is also a detail. It is a detail of the larger setting it's encountered in, and this includes, at very least, the wall it is shown on, how it is lighted, the furniture around it, the other people viewing it and all the art nearby. Where and how a work is looked at is a big part of what it becomes.

 

Honoré Daumier's "Two Sculptors" would mean much less if seen somewhere other than the Phillips. The real subject of Daumier's little painting, of a pair of artists looking at their work, is just the kind of precious, intense, connoisseurial looking that happens better at the Phillips than almost anywhere else. Sitting in one of the quietly domestic spaces of the museum's original wing, say on a Thursday morning in December, you can spend hours almost alone with your masterpiece of choice. It's not that you're physically closer to the art than in a grander institution; it's that you feel more intimately, more physically connected with it.

 

So I sat and looked long and hard at Daumier's two sculptors, watching them peer closely at the figures they've created, which you could almost imagine peering back at them and launching a round-robin of looking.

 

The sculptors are studying the coarsely pinched clay of their figures -- how it renders reality and captures the liveliness of flesh. Anyone staring at Daumier's painted artists is doing much the same. Daumier's paintbrush has given his two sculptors almost the same coarse treatment that their fingers have given their clay, and that yields a lovely symmetry between their actions as lookers and ours as we look. That's true even in terms of scale: The size of the two sculpted figures is to their creators as those painted sculptors are to us as we stand before them at the Phillips. The Phillips provides a domestic space that helps us feel the size of our own bodies, and that lets us relate to Daumier's painted ones.

 

The canvas's setting at the Phillips, where it sits in one of the drawing rooms of the genteel old mansion where the museum started life in 1921, encourages the kind of close contemplation that the artist probably imagined for this work. In the room where the painting now lives, you can take a pew on an antique armchair and practice just the kind of mannerly art appreciation that this Daumier's first owners -- or its sculptors' imaginary patrons -- might have practiced in their day. The painting hangs on a tidy patch of wall between a gracious fireplace and an elegantly draped window, while just below it a marble-and-bronze vase in distinctly French taste sits on an antique side table. Daumier's image becomes another precious object added to the mix. It needs to be that to be fully understood. Place this painting in the clean white cube of a modern art museum -- in one of the Phillips's new wings, for instance, where visitors are now likely to spend most of their time -- and the sterilization could kill it.

 

This painting, even more than some others, needs to be kept alive and lively. Daumier's day job was as a caricaturist, so there's satire in his scene of art appreciation. Look long and hard at his painting, with its romantic lights and darks and its poetically inspired creators, and you realize that it's about a kind of connoisseurship that verges on self-important status-seeking. It's the kind of connoisseurship that would always value grand-manner painting and sculpture, or even a marble-and-bronze vase, more highly than the lowly art of the caricaturist. Look even longer and harder at this precious painting, and at yourself as you look so long and hard, and you realize you might just come across as the same kind of precious, self-important fool Daumier is skewering.

 

You only hope you haven't been sighing and stroking your chin.

 

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Kreaturen der Macht

Kreaturen der Macht

Eine Ausstellung zum 130. Todestag von HonorĂ© Daumier in MĂŒnchen

 

 

HonorĂ© Daumier ist die historische französische Grösse unter den Karikaturisten. Im MĂŒnchner Museum Villa Stuck werden nun parallel zu seinen vortrefflichsten Lithografien auch Beispiele des schmalen skulpturalen Schaffens prĂ€sentiert. Daumier wĂ€re lieber freier KĂŒnstler geworden, wenn es die Finanzen erlaubt hĂ€tten.

 

Birgit Sonna

 

Monsieur Arlepaire schien, seiner tropfenden und angeschwollenen Nase nach zu urteilen, chronisch unter schlimmem Schnupfen zu leiden. Schwer vorstellbar, dass der französische Parlamentarier bei diesem feuchten Malaise auch nur einen vernĂŒnftigen politischen Gedanken fassen konnte. Und auch sein körperlich aufgeblasener Kollege Monsieur Prune blickt unter der schwarzen Zottelfrisur eher selbstverdrossen aus der WĂ€sche. HonorĂ© Daumier hat auf Wunsch seines Auftraggebers Charles Philipon zwischen 1831 und 1835 französische Parlamentarier in Form von TonbĂŒsten nach den von ihm brillant ausgeloteten Regeln der Karikatur verewigt. Eigentlich nahm er das Lachkabinett nur in Angriff, um die sehr skizzenhaft in ungebranntem und bemaltem Ton gegebenen Politikervisagen spĂ€ter als Anschauungsmaterial fĂŒr seine Karikaturen in den von Philipon herausgegebenen Satirezeitschriften «La Caricature» und «Le Charivari» auszuschlachten. Erst nach Daumiers Tod sind die physiognomisch skurril ĂŒberzeichneten CharakterbĂŒsten dann in Bronze gegossen worden. In dem MĂŒnchner Museum Villa Stuck finden sich diese nahezu einzigartigen skulpturalen Beispiele seines Schaffens und rund 100 seiner vortrefflichsten Grafiken zu einer Gedenkschau vereint.

 

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Some very old newspaper clippings from Denmark

 

 

January 14, 2009

Here are some Danish newspaper clippings on Daumier from 1948:

 

 

 

 

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Daumier et la caricature politique

MusĂ©e des Beaux-Arts d’OrlĂ©ans

23 octobre 2008 – 25 janvier 2009

 

Communiqué de presse

 

Daumier et la caricature politique

 

Le musĂ©e des Beaux-Arts d’OrlĂ©ans cĂ©lĂšbre le

bicentenaire de la naissance d’HonorĂ© Daumier

avec une exposition dossier consacrée à

Daumier et la caricature politique.

 

Le cabinet des estampes, riche d’une centaine

d’oeuvres de Daumier (1808-1879), propose une

sĂ©lection d’une trentaine de lithographies dans

l’oeuvre politique de l’artiste, accompagnĂ©es de

caricatures politiques d’artistes ayant collaborĂ© avec

Daumier : Grandville, Charles-Joseph TraviĂšs de

Villers, Benjamin Roubaud et Charles Vernier.

 

L’exposition retrace 40 ans de l’engagement rĂ©publicain de Daumier aux cĂŽtĂ©s de

Charles Philipon, propriétaire des journaux politiques satiriques illustrés La

Caricature et Le Charivari, dans lesquels paraissent prĂšs de 4 000 oeuvres de Daumier.

C’est une vĂ©ritable « ComĂ©die humaine » de la vie politique du XIXe siĂšcle que

l’artiste dĂ©roule sous nos yeux.

 

La plupart des piÚces sont tirées de trois des grandes séries politiques : Les Célébrités

du Juste milieu, Les Représentants représentés et Actualités, publiées dans les périodes de

relĂąchement de la censure oĂč Daumier peut s’exprimer, Ă©voquant les combats

politiques pour la liberté de la presse, le suffrage universel


 

Petit journal de l’exposition gratuit.

 

Contact presse :

VĂ©ronique Galliot-Rateau

02 38 79 21 57

vgalliot-rateau@ville-orleans.fr

 

Informations pratiques

MusĂ©e des Beaux-Arts d’OrlĂ©ans

1, rue Fernand Rabier, 45000 Orléans (entrée : place Sainte-Croix)

TĂ©l. 02 38 79 21 55 – E-mail : musee-ba@ville-orleans.fr

Sites Internet : www.orleans.fr (rubrique culture/musée) et www.musees.regioncentre.fr

Tous les jours (sauf lundi) : 10h – 18h

Fermé les 1er et 11 novembre, 25 décembre 2008, 1er janvier 2009

Gratuit le premier dimanche du mois

 

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Press Release by Musée des Beaux-Arts d'Orléans

 

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Daumier's Comic Paris

from:

Graphic Arts

Exhibitions, acquisitions, and other highlights from the Graphic Arts Division, Princeton University

blogs.princeton.edu/graphicarts/2008/04/comic_paris.html

 

Paris comique: revue amusante des caractères, moeurs, modes, folies, ridicules, excentricités, niaiseries, bètises, sottises, voleries et infamies parisiennes (Comic Paris. Amusing review of the Characters, Manners, Modes, Madnesses, Ridiculous, Eccentricities, Sillinesses, Silly things, Stupidities, Flailings and infamies Parisian. Nonpolitical text.) Paris: Chez Aubert, [1840?]. Texts written by Charles Philipon, 1800-1862; Louis Huart, 1813-1865; Henri Michelant, 1811-1890; Illustrations by Frédéric Bouchot, b. 1798; Cham, 1819-1879; Honoré Daumier, 1808-1879; Paul Gavarni, 1804-1866; J.J. Grandville, 1803-1847. Graphic Arts Collection (GAX) Oversize 2006-0467Q

 

Pictured here is a lithograph by the French artist HonorĂ© Daumier created for the journal Paris comique or Comic Paris. The caption reads, “Malheur au PĂȘcheur Ă  la ligne qui se trouve sur celle d’un bateau Ă  vapeur!” Or in English, “Woe to the angler who finds himself in the wave of a steamer!”

 

For this work, Daumier received 40 francs, approximately equal to a month’s salary for an unskilled worker at the time. This was Daumier’s standard payment from the publishing house of Aubert and Aubert’s son-in-law Charles Philipon. Daumier had been working for these men since 1830, most notably supplying lithographs for their weekly La Caricature. His politically charged images so enraged the government of King Louis-Philippe that censorship laws were enacted in 1835 and as of 1836, Daumier stopped making political cartoons and moved exclusively to social satire. La Caricature ceased publication, but other journals soon took its place. Note that Paris comique states on its title page that it does not contain political texts.

 

Various copies of one issue of Paris comique might contain different prints, as Maison Aubert had a stockpile and simply used whatever was convenient to finish the run. This used to make researching and viewing all of Daumier’s work difficult, as researchers often had to go to several libraries. Today, the broad scope of Daumier’s work can be researched on a free database written by Dieter and Lilian Noack, which records and images all of his 4,000 lithographs and 1,000 wood engravings. A search for lithographs about fishing results in 51 prints, with complete information and images, including the one shown here. Take a look: www.daumier-register.org/werklist.php

 

 

 

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Posted by Julie Mellby on April 5, 2008

blogs.princeton.edu/graphicarts/2008/04/comic_paris.html

 

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Ein sommerliches VergnĂŒgen

Es sind demnach die Beziehungen von Malerei und Skulptur im Oeuvre einiger Protagonisten der Moderne sehr unterschiedlich einzuschĂ€tzen. Das macht fĂŒr den Betrachter die Spannung der von Jean-Louis Prat kuratierten Ausstellung aus, die derzeit im Museum Frieder Burda in Baden-Baden, einen Zeitraum vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die unmittelbare Gegenwart umfassend, Bilder und Plastiken von Degas und Daumier bis zu LĂŒpertz und Baselitz einander konfrontiert. Die Schau bietet das sommerliche VergnĂŒgen von Übungen im vergleichenden Sehen. Wobei in manchen FĂ€llen der Stellenwert der Plastik im Gesamtwerk leicht und klar zu erkennen, in anderen eher strittig ist.

 

Unbestreitbar ist die EigenstĂ€ndigkeit der Bildhauerei vor allem von Picasso, Max Ernst und Cy Twombly. Auch wenn bei der Auswahl fĂŒr die Arbeitsweisen Picassos durch die Entscheidung fĂŒr gemalte oder aus Eisenblech geformte PortrĂ€ts von Frauen eine Verwandtschaft der Motive betont wird, steht die Autonomie der Skulpturen derjenigen der Bilder nicht nach. Picasso zeigt sich eben auch hier, vor allem in der FĂ€higkeit, die Formen seiner Figuren abzuleiten aus der je besonderen Einlassung auf den Werkstoff, wieder als der souverĂ€n dominierende Alleskönner seiner Epoche.

 

In schöner AusfĂŒhrlichkeit wird der Surrealist Max Ernst zur Geltung gebracht: sowohl mit Bildern aus den zwanziger Jahren, verwegenen Traumgesichtern von großer kompositorischer Sicherheit, als auch vor allem mit der aus Mannheim ausgeliehenen, mehrteiligen Bronzearbeit "Capricorn" (von 1948), einem Herrscherpaar aus einer Welt jenseits des Taghorizonts. Gemeinsam ist den Bildern und den Skulpturen Ernsts ihr Aufsteigen aus einer Gegenwelt des Phantastischen. Wie die zarten Stelen Cy Twomblys, seltsamen DenkmĂ€lern gleich, so eigenmĂ€chtig sie sind, mit den Bildern des Malers deren FragilitĂ€t, die FlĂŒchtigkeit verwehender Zeichen teilen.

 

Ein wenig problematisch ist der Einstieg in ihr Thema, den die Ausstellung mit Hilfe Giacomettis gewinnen will. In seinem Fall kehrt die Beziehung sich um: Wir sehen nicht den Maler als Plastiker, sondern den Plastiker als Maler und Zeichner. Denn zweifellos hat Giacometti sich ja Ruhm und Bedeutung gewonnen zumal als Schöpfer der stehenden und schreitenden Figuren, die in ihrer GefĂ€hrdung zum Signalement einer real- wie geistesgeschichtlichen Epoche wurden, der Jahre des Existentialismus nach dem Zweiten Weltkrieg. Die graphischen Arbeiten und die Malerei haben das plastische Werk Giacomettis stets begleitet und sind reizvoll fĂŒr den Vergleich der verĂ€nderten Wirkung, die durch die Umsetzung von Motiven der Skulptur auf die FlĂ€che des Zeichnungsblattes oder der Leinwand entsteht. Dennoch sind die bronzenen Figuren von grĂ¶ĂŸerer PrĂ€senz.

 

Museum Frieder Burda, Baden-Baden: bis 26. Oktober.

 

www.sammlung-frieder-burda.de

 

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6. August 2008, Frankfurter Rundschau online

 

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Genealogie der Birne

Alle SchÀtze des Schrecklichen, Grotesken, Unheimlichen und NÀrrischen, die Paris enthÀlt: Honoré Daumier kannte sie aus dem Effeff - wie die Ausstellung der Kunstsammlungen Chemnitz , "Ein Spötter ist's und scharf sein Scherz", die Worte seines Dichterfreunds Charles Baudelaire bestÀtigt

 

VON MARCUS WOELLER

 

Der MitbegrĂŒnder des Satiremagazins Titanic, Hans Traxler, hatte zu Beginn der 1980er-Jahre strafrechtlich nichts zu befĂŒrchten, als er den frisch in seine Kanzlerschaft gewĂ€hlten Helmut Kohl als Birne zeichnete. Die Metapher des Politikerkopfs als saftige, weiche SĂŒĂŸfrucht vergĂ€llte Kohl lediglich die Chance auf ein cooles Image. Ansonsten hatte seine Darstellung als bebirnte Obrigkeit schon Tradition. HonorĂ© Daumier portrĂ€tierte Louis-Philippe, den sogenannten BĂŒrgerkönig, als birnenhĂ€uptigen, gefrĂ€ĂŸigen "Gargantua". Er wanderte allerdings wegen MajestĂ€tsbeleidigung fĂŒr ein halbes Jahr ins GefĂ€ngnis.FĂŒr den 23-jĂ€hrigen Daumier, der seine journalistische Karriere als politischer Zeichner bei der satirischen Zeitschrift La Caricature gerade erst begonnen hatte, war diese harte Strafe zwar ein Schock, doch kein unerwarteter. Als ĂŒberzeugter Republikaner misstraute er der vorgeblichen LiberalitĂ€t des im Zuge der Julirevolution auf den Thron gekommenen Louis-Philippe. Den Angriff auf die Pressefreiheit mit den 1835 verabschiedeten Septembergesetzen sah Daumier voraus und veröffentlichte kurz zuvor das Blatt "LibertĂ© de la presse. RĂŒhrt nicht daran!" Es zeigt die denkmalartig im Vordergrund aufragende Gestalt eines Druckers. Selbstbewusst posiert der Handwerker vor Bourgeoisie und Hofstaat, die im Hintergrund aufgebracht ihre BesitzstĂ€nde wahren.

 

Die Monate im legendĂ€ren Pariser GefĂ€ngnis Sainte-Pelagie, in dem auch Marquis de Sade eingesessen hatte, machten Daumier bekannt. Seine Karikaturen der Abgeordneten der Nationalversammlung machten ihn berĂŒchtigt und verhasst. Zwischen 1832 und 1835 fertigte er ĂŒber fĂŒnfzig handgroße, bemalte Tonmodelle, die ihm als physiognomische Studien dienten. Nach diesen Plastiken schuf er die "portrait-charges" - eine bissige Serie der einflussreichsten Politiker der Julimonarchie. Danach war es mit der personifizierten Karikatur erst mal vorbei.

 

Also erfand Daumier eine fiktive Figur, an der er durchspielen konnte, was die Prominenz aus Politik und Wirtschaft, Hof und BĂŒrgertum so vormachte. "Robert Macaire" war ein skrupelloser GeschĂ€ftsmann, der das Credo des BĂŒrgerkönigs "Enrichissez-vous" lebte und sich nicht um die Folgen scherte. Er verkörperte und karikierte den Prototyp einer sich massiv industrialisierenden Gesellschaft, die nach persönlicher Bereicherung strebte, ohne die sozialen MissstĂ€nde zu erkennen. Daumier lebte nun sein GespĂŒr fĂŒr feinen Sarkasmus, aber auch seine Feindseligkeit gegen die Bigotterie des KleinbĂŒrgertums als Zeichner der neu gegrĂŒndeten Tageszeitung Le Charivari aus, fĂŒr die er in den 1840er-Jahren ĂŒberaus produktiv war. 100 bis 125 Lithografien schuf er pro Jahr.

 

Mit der Februarrevolution 1848 sah sich Daumier bestĂ€tigt und kĂŒndigte sein Comeback als politischer Zeichner an, der sich nicht mehr hinter fiktiven Geschichten verstecken muss. Doch die Republik hielt nur vier Jahre, dann ließ sich der StaatsprĂ€sident als Napoleon III. zum "Kaiser der Franzosen" krönen. Die gerade erst abgeschaffte Pressezensur wurde wieder eingefĂŒhrt, Regimekritiker wurden bespitzelt und die demokratischen Rechte des Volks rigider denn je beschnitten. Als Symbolfigur des Bonapartismus schuf Daumier den "Ratapoil", die haarige Ratte. Ein hageres MĂ€nnlein mit zugeknöpftem, steifen Rock und zerknautschtem Zylinder, gezwirbeltem BĂ€rtchen, spitzer Nase und Gehstock: eitel, heruntergekommen, feige, wichtigtuerisch. In mehr als dreißig Zeichnungen geißelt es die Heuchelei und Verkommenheit des Zweiten Kaiserreichs.

 

BerĂŒhmt geworden ist Ratapoil als ganzfigurig freistehende Plastik, die der Kunstgeschichte der Moderne als VorlĂ€ufer zu Rodins Revolution der Skulptur diente und in seiner filigranen Form schon an Giacometti erinnert. Auch aus Auftragsmangel musste sich Daumier anderen kĂŒnstlerischen Gattungen öffnen, blieb jedoch trotz seiner rund 300 ÖlgemĂ€lde Lithograf und Zeichner durch und durch, wie eine Ausstellung in Chemnitz gerade zeigt.

 

Die Kunstsammlungen Chemnitz besitzen eine der grĂ¶ĂŸten Lithografie-Kollektionen Daumiers außerhalb Frankreichs. Der Textilfabrikant Erich Goeritz hatte sie dem stĂ€dtischen Museum 1925 geschenkt. Dieser Grundstock von mehr als tausend BlĂ€ttern wurde inzwischen zu einer mehr als ein Drittel des gesamten lithografischen Nachlasses umfassenden Sammlung komplettiert. HonorĂ© Daumier, der vor zweihundert Jahren geboren wurde, verstand sich als Bilderfinder der menschlichen Komödie, der Realisten wie Idealisten gleichermaßen skeptisch ĂŒber die Schulter blickte. Sein Freund Charles Baudelaire schĂ€tzte ihn als bodenstĂ€ndigen Zeitgenossen und Zeichner im Wortsinne: "Alle SchĂ€tze des Schrecklichen, Grotesken, Unheimlichen und NĂ€rrischen, die Paris enthĂ€lt, Daumier kennt sie." Die Chemnitzer Ausstellung macht nun deutlich, dass die Wahrheiten, die in Daumiers bildnerischem Spott und seiner zeichnerischen ScharfzĂŒngigkeit liegen, auch heute noch gelten.

 

Bis 31. August, Kunstsammlungen Chemnitz, Katalog (Kerber Verlag) 26 €

 

 

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TAZ.deBerliner Morgenpost

 

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Honoré Daumier und das goldene Zeitalter der Satire

Von Isabel Bredenbröker

 

Es war einmal zu einer Zeit, in der die Zeitung noch das fĂŒhrende Medium fĂŒr die neuesten politischen Ereignisse war. Im Paris des 19. Jahrhunderts erschienen bis zu sechs Ausgaben tĂ€glich, die die Leser mit den aktuellsten Meldungen versorgten. Heute kennen wir das Extrablatt meist nur noch aus Filmen, was in der Welt passiert ist lassen wir uns ganz aktuell vom Radio, dem Fernsehen oder dem Internet erzĂ€hlen.

Die damaligen Erscheinungsintervalle einer Tageszeitung sind heute vergleichbar mit der HĂ€ufigkeit, in der wir unsere Datenpost checken. Insofern erscheint die Welt der dicknasigen, stocksteifen, kaffeetrinkenden Bourgeoisie, die HonorĂ© Daumier in seinen Karikaturen fĂŒr die Zeitung "Charivari" ĂŒber die Pressekultur darstellt, anheimelnd nostalgisch. Die Ausstellung im Museum fĂŒr Kommunikation öffnet ein Fenster direkt ins alte Paris. Daumier ging mit seinen fein skizzierenden Drucken nicht nur wider den tödlichen Ernst und ElitedĂŒnkel vor, erspielte mit dem kritischen Potenzial des Mediums Zeitung und Bild. Die Karikaturen erschienen in den oppositionellen Journalen, um das Medium Zeitung, regimetreue PropagandablĂ€tter und den Leser mit seinen Gewohnheiten zu beleuchten. Mit Vorliebe stellt er die Bourgeoisen in ihren stĂ€dtischen LebensrĂ€umen wie dem CafĂ©, am Arbeitsplatz oder daheim dar, der ZeitungslektĂŒre verfallen oder sie kommentierend. So sieht man bei Daumier Menschen im Schlafrock, die auf ihren Zeitungen liegen, da das Format permanent vergrĂ¶ĂŸert wurde, um die Wichtigkeit des Blattes zu unterstreichen. Missachtete Feministinnen ziehen ein Gesicht, als hĂ€tten sie in eine saure Zitrone gebissen, gutbĂŒrgerliche MĂ€nner spĂ€hen ĂŒber ihre Brillen und fachsimpeln tatenlos. Damals begann die Hochzeit der Satirezeitschriften, was den Karikaturisten aber nicht nur Sympathisanten bescherte: Daumier landete 1832 wegen MajestĂ€tsbeleidigung im GefĂ€ngnis.

 

 

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1. Juli 2008, Berliner Morgenpost

 

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KĂ€mpfer im Federgewicht

von KOLJA REICHERT

 

KARIKATUR

 

Wer hat sich noch nicht ĂŒber Werbung aufgeregt, die einem Kinokarten verspricht, Radios und Kaffeemaschinen, wenn man nur eine Zeitung abonniert? Dabei kĂ€mpften schon im Paris des 19. Jahrhunderts die Verlage mit PrĂ€mien um ihre Leser: „75 FolienbĂ€nde, 6 Sammelalben, das PortrĂ€t des Direktors, 23 Konzertkarten, 3 PĂ€ckchen Zigarren und ein Glas eingelegte Gurken“ werden dem Interessenten auf einer Karikatur von HonorĂ© Daumier geboten. Zum 200. Geburtstags des Malers, einem der wichtigsten Vertreter des französischen Realismus, zeigt das Museum fĂŒr Kommunikation zahlreiche Lithographien, die fĂŒr regimekritische Zeitungen wie „Le Charivari“ entstanden (Leipziger Str. 16, bis 31. 8., Di-Fr 11-17, Sa-So 11-19 Uhr).

 

Mit Witz und Biss hielt Daumier der bĂŒrgerlichen Gesellschaft den Spiegel vor. „Sollte es wirklich Leute geben, die so aussehen?“ fragt ein knollennasiger Herr einen anderen, auf die Zeitung zeigend, welche einen knollennasigen Herren zeigt. Besonders beliebtes Motiv der Karikaturisten war BĂŒrgerkönig Louis-Philippe, dessen Darstellung als nimmersatter „Gargantua“ Daumier 1832 fĂŒr ein halbes Jahr ins GefĂ€ngnis brachte. Was ihn nicht davon abhielt, weiter mit der Zeichenfeder fĂŒr BĂŒrgerrechte und Pressefreiheit zu streiten. Die zeitnahe Kommentierung des Tagesgeschehens in Bildern war nur möglich durch das 1798 von Alois Senefelder erfundene Steindruck-Verfahren. Sonntags wird es in der Ausstellung mit Originaldrucksteinen Daumiers vorgefĂŒhrt. Kolja Reichert

 

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21.Juli 2008, DER TAGESSPIEGEL.de

 

 

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JĂ€mmerliche Helden

Ausstellung - Das Museum Schloss HohentĂŒbingen zeigt HonorĂ© Daumiers satirische Lithografie-Serie »Histoire Ancienne« ĂŒber die großen Heroen der griechischen Antike

 

JĂ€mmerliche Helden

VON MORITZ SIEBERT

 

TÜBINGEN. Charles Baudelaire, Zeitgenosse und Bewunderer Daumiers, fand wohl die treffendsten Worte, um Daumiers Auseinandersetzung mit der antiken Bild- und Geisteswelt zu beschreiben: »Daumier ist brutal ĂŒber die Antike hergefallen, ĂŒber die falsche Antike - denn niemand fĂŒhlt stĂ€rker als er, was die Antike Großes hatte - er hat darauf gespuckt.«

 

Mit spitzer Feder karikiert: der eitle Kriegsherr Menelaos, dem seine frisch zurĂŒckeroberte Gemahlin, die »schöne« Helena, heimlich eine Nase dreht.

 

 

In den Jahren 1841 bis 1843 schuf der französische Karikaturist HonorĂ© Daumier fĂŒr die Pariser Zeitschrift Charivari eine Lithografie-Serie, die zu den zentralsten Werken in seinem ƒuvre zu zĂ€hlen ist: die »Histoire Ancienne«, eine 50 BlĂ€tter umfassende Serie, die rĂŒcksichtslos die römische und griechische Antike samt ihren Helden karikiert.

 

In Zusammenarbeit mit der UniversitĂ€t Gießen, Lilian und Dieter Noack und sechs weiteren Leihgebern der Daumier-Gesellschaft gelang es dem TĂŒbinger Schlossmuseum 80 Lithografien, darunter die gesamte »Histoire Ancienne«, fĂŒr eine liebevoll gestaltete Ausstellung zusammenzubringen.

 

Helena mit Mopsgesicht

 

Daumier beraubt die antiken Helden ihrer moralischen, geistigen und Ă€sthetischen GrĂ¶ĂŸe und lĂ€sst die mythologischen Sagen in grotesk-komischen Szenen erscheinen. Da ist DĂ€dalus, der seinen stĂŒrzenden Sohn mit einem Fernrohr beobachtet. Oder Narziss: KnochendĂŒrr erfreut er sich mit treudoofem Blick an seinem »schönen« Antlitz. Und Menelaos fĂŒhrt, auf Zehenspitzen stolzierend, keine schöne, sondern eine mopsgesichtig-dĂ€mliche Helena heim.

 

Oft sind es schon Details und Nuancen, die den Betrachter fesseln. Mit wenigen Strichen werden unverwechselbar charakteristische Gesichter erfunden, Gestik und Mimik der Figuren sind unmissverstĂ€ndlich und selbstsprechend: Die verlassene Ariadne kaut FingernĂ€gel. Ein Gracchen-Junge popelt in der Nase. Endymions Schnarchen scheint dem Betrachter vernehmbar. Und den Soldaten des Leonidas ist im Gesicht abzulesen, wie sie sich vor der Schlacht gegen das persische Heer fĂŒhlen. Zwischen alldem scheint immer wieder Daumiers detailgenaue Kenntnis der mythologischen Sagen und der antiken Kunst durch. In vielen Bildern ist erkennbar, dass Daumier sich direkt an antiken Vorbildern orientiert und sie teilweise nur so stark abĂ€ndert, dass die Anspielung fĂŒr den Betrachter ersichtlich bleibt.

 

Sozialkritische ZĂŒge

 

Neben dem humoristischen und kĂŒnstlerischen Gehalt der Serie ist der sozialkritische Kontext zu berĂŒcksichtigen. Daumier karikiert nicht nur die antike Welt, sondern auch diejenigen, die sich im 19. Jahrhundert deren Ästhetik und Moral zur Maxime erkoren hatten - nĂ€mlich das französische BĂŒrgertum und die dem Klassizismus verpflichteten französischen KĂŒnstler. Das konnte nicht ohne Folgen bleiben. Zensur und Geldstrafen brachten Daumier einmal mehr an den Rand seiner Existenz, an dem er in seinem Leben so oft stand. Hierin Ă€ußert sich schließlich die verblĂŒffende AktualitĂ€t der Daumier'schen Karikatur. Welche Macht von einer kritischen Zeichnung ausgehen kann und welche Querelen sie auszulösen vermag, ist heute, 150 Jahre nach Daumier, genauso zu spĂŒren. (GEA.de)

 

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24.7.2008 - REUTLINGER GENERAL-ANZEIGER

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L’intemporel "dessein" politique de Daumier à Plantu

Le musée Yves Brayer aux présente, jusqu'au 30 octobre, une exposition pour le centenaire de la naissance d'Honoré Daumier mettant en parallÚle le caricaturiste du XXe siÚcle et Plantu, le célÚbre dessinateur du journal Le Monde.

 

Une comparaison troublante de leurs oeuvres puisqu'elle fait apparaßtre un grand nombre de similitudes sur le traitement des sujets politiques et de société. Cette exposition met en scÚne de trÚs nombreuses lithographies originales des deux artistes, ainsi que des bronzes de Daumier et des sculptures de Plantu. Une occasion de découvrir ou de savourer, une fois de plus, deux grands maßtres de la caricature politique.

 

 

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LA PROVENCE.com Publié le samedi 12 avril 2008

 

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Karikatur trifft Kunst

Daumier- Ausstellung in Möchengladbach

 

StÀdtisches Museum Schloss Rheydt zeigt eine Auswahl der Karikaturen von Honoré Daumier

 

HonorĂ© Daumier, geboren am 26. Februar 1808, war nicht nur einer der innovativ-sten und produktivsten Zeichner des 19. Jahrhunderts und gilt als Karikaturist und Medienmann der ersten Stunde. In rund 40 Jahren schuf er um die 4.000 Lithografien und ĂŒber 1.000 Vorlagen fĂŒr Holzstiche.

 

 

AnlĂ€sslich des 200. Geburtstages des KĂŒnstlers zeigt das Museum Schloss Rheydt eine Auswahl seiner Karikaturen aus zum Thema Kunst und Kunstrezeption, die Mitte des 19. Jahrhunderts in Paris entstanden sind. Die Ausstellung stellt etwa 80 Lithographien und Holzstiche des KĂŒnstlers vor.

 

Kurator Dr. Klaus Möhlenkamp stellt die Ausstellung mit Thomas Metzen und Dieter Prochnow - Mitgliedern der Honoré Daumier Gesellschaft- vor.

 

Pressetermin: Freitag, 18. April, 11 Uhr Ort: Museum Schloss Rheydt, Zur Berichterstattung – mit Fotografen - sind Sie herzlich eingeladen.

 

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17.April 2008, CartoonJournal, Internet

 

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Homer des 19. Jahrhunderts

Zum 200. Geburtstag von Honoré Daumier

 

HonorĂ© Daumier (26. 2. 1808 bis 11. 2. 1879) war als Zeichner und Maler ein Epiker der Sitten im Paris des DixneuviĂšme. Seine Karikaturen ĂŒber die politischen, sozialen und intimen VerhĂ€ltnisse der Epoche verraten den genialen Beobachter, wĂ€hrend die GemĂ€lde und Zeichnungen ins Überzeitliche ausgreifen.

Von Martin Meyer

 

 

Im Kabinett der menschlichen Leidenschaften ist alles möglich, aber nur die Kunst schafft jene Distanz, aus welcher wir uns plötzlich wiedererkennen. Hier, im Medium von literarischer oder bildnerischer Darstellung, tritt uns der homo sapiens gelĂ€utert entgegen. Und das ganze Repertoire – vom Heroischen ĂŒber das Leidende und das Gewöhnliche bis zum ErbĂ€rmlichen und Grotesken – besitzt nun die Fassung, die dem Studium zugĂ€nglich ist. Selbst Realisten wie Balzac und Zola waren Meister der Verwandlung. Was sie gesehen und aus der BanalitĂ€t des AlltĂ€glichen herausgegriffen hatten, erschien alsbald im Spiegel eines Texts, der seine Geschichten zu Exempla erhob – zu LehrstĂŒcken, deren Moral auch Einspruch duldete, deren Ă€sthetische GebĂ€rde jedoch ĂŒber die Zeiten hinausweisen wollte.

 

 

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23. Februar 2008, Neue ZĂŒrcher Zeitung

 

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Daumier, du charivari dans l'art

Le site Tolbiac de la BnF et la bibliothĂšque Richelieu rendent hommage au caricaturiste, Ă  l'occasion du bicentenaire de sa naissance.

 

Quel est l'artiste le plus scandaleux de l'histoire de France ? Sade ? Le divin marquis peut se prĂ©valoir d'une douzaine annĂ©es de captivitĂ© Ă  Vincennes, la Bastille et Charenton, mais c'Ă©tait surtout Ă  cause de ses dĂ©bauches sexuelles. Restif de La Bretonne ? Sa condamnation s'explique aussi par le libertinage. Marot qui, lui, sĂ©journa au ChĂątelet, Ă  la Conciergerie et dans les geĂŽles de Chartres ? Il fut moins puni pour ses Ă©crits que parce qu'il avait mangĂ© du lard durant carĂȘme et bousculĂ© la marĂ©chaussĂ©e. De mĂȘme, Courbet alla au cachot non pour ses nus mais parce qu'on lui imputait la destruction de la colonne VendĂŽme. En fait, si l'on regarde bien, en tĂȘte du palmarĂšs des condamnĂ©s pour avoir Ă©tĂ© artiste et rien qu'artiste - palmarĂšs honteux pour la patrie de droits de l'homme -, on trouve Daumier.

 

HonorĂ©-Victorien Daumier (1808-1879): six mois Ă  Sainte-PĂ©lagie sur dĂ©cision de cour d'assises pour avoir reprĂ©sentĂ© Louis-Philippe en Gargantua. À l'Ă©poque, on ne badinait pas avec la caricature. L'exposition qui s'ouvre aujourd'hui Ă  l'occasion du bicentenaire de sa naissance, dans la galerie Mazarine du site Richelieu de la BibliothĂšque nationale de France, dĂ©positaire de la totalitĂ© de l'Ă©norme oeuvre imprimĂ© (4 000 lithographies et 1 000 bois), le rappelle. Elle suit scrupuleusement et lĂ©gitimement l'histoire des Ă©ruptions de la censure et des coups de boutoir de la RĂ©publique naissante, de la monarchie de Juillet Ă  la chute du Second Empire.

 

Le fil conducteur de sa carriĂšre

 

Mais l'accrochage va bien au-delĂ  du combat conjoncturel contre toutes les hypocrisies et pour la libertĂ©. Elle souligne constamment Ă  quel point Daumier est un immense artiste. Un peintre qui n'avait besoin que du noir et du blanc pour exprimer toute la palette, comme le comprirent Baudelaire le premier puis Corot, Degas, bien des rĂ©alistes aprĂšs avoir vu son Ă©vocation d'une sobriĂ©tĂ© Ă©loquente du massacre de La Rue Transnonain, les impressionnistes vingt ans aprĂšs ses fulgurances, les expressionnistes et jusqu'aux surrĂ©alistes. «MĂȘme s'il fut excellent dessinateur, peintre et sculpteur, c'est la lithographie qui est son mode d'expression privilĂ©giĂ©. L'estampe de presse est non seulement le fil conducteur de toute sa carriĂšre, mais c'est elle qui exprime le plus vivement l'immense variĂ©tĂ© de son talent», affirme la commissaire ValĂ©rie Sueur-Hermel, conservateur au dĂ©partement des estampes et de la photographie de la BnF. Il est en effet facile, au grĂšs des 220 piĂšces, des premiers tirages conservĂ©s au dĂ©pĂŽt lĂ©gal, parfaitement exposĂ©s sur des cimaises bordeaux, sous le dĂ©cor classique du plafond dont seules les grisailles sont Ă©clairĂ©es - un joli clin d'oeil du scĂ©nographe Massimo Quendolo - de repĂ©rer le gĂ©nie plastique.

 

De la pure caricature politique à celle des gens et des moeurs, à travers des personnages comme Robert Macaire ou Ratapoil, notons la concision, l'efficacité et la vigueur du trait. Relevons l'expressivité de la ligne tracée dans l'instant tout comme le rendu d'un mouvement, la puissance d'un contraste d'ombre et de lumiÚre, la vérité d'une bougie ou d'une ondée. Voici un lissé jusqu'au blanc pour un clair-obscur virtuose. Voici des noirs épais ou moirés, plus ou moins gras, parfois rehaussé d'encre à la plume ou au pinceau pour les costumes. Et là quels dégradés de gris sur les paletots bourgeois ou les robes des gens de justice ! Hachures croisées, traces savamment estompées pour les velours des Parisiennes. Attardons-nous aussi sur les cadrages, franchement inédits, des scÚnes de spectacle à l'affiche sous le Second Empire. Daumier est sur scÚne, derriÚre le ténor qui guigne la veuve riche. Ou bien dans une loge de premiÚre, exprimant l'ennui d'une tragédie italienne en se concentrant sur un franc roupillon. Ou encore fixant carrément de face un public béat, oublieux de son siÚcle. Or, le plus souvent, Daumier se jetait directement sur la pierre calcaire, travaillait dans l'urgence du bouclage, laissait aux rédacteurs le soin de trouver la légende qui allait accompagner la prochaine et tant attendue pleine page, chaque fois événement du nouveau numéro de La Caricature ou du Charivari.

 

InventĂ©e Ă  la toute fin du XVIIIe siĂšcle, comme le dĂ©taille Ă©galement l'exposition, la lithographie avait dĂ©jĂ  Ă©tĂ© utilisĂ©e par des maĂźtres tels GĂ©ricault ou Delacroix mais jamais de maniĂšre aussi audacieuse. En fait, elle libĂ©ra Daumier qui, avec elle et son goĂ»t pour les portraits charges, tant de parlementaires que de hĂ©ros antiques (Narcisse, PĂ©nĂ©lope), ouvrit plus largement le champ du grand art. AprĂšs lui, la peinture ne serait plus jamais la mĂȘme.

 

Jusqu'au 8 juin: «Daumier. L'écriture du lithographe», BnF, 58, rue Richelieu, Paris 75002. Jusqu'au 4 mai: «Les héritiers de Daumier» , site François-Mitterrand, Paris 75013 et www.bnf.fr

 

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Article publié le 04 Mars 2008

Par Eric Biétry-Rivierre

Source : LE FIGARO

 

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Daumier dessine notre actualité

Extrait : Ce grand artiste du XIXe siÚcle abordait des thÚmes qui renvoient à ceux d'aujourd'hui. Exposition à la BNF. Le pouvoir d'achat ? Voyez Daumier ! L'insécurité ? Daumier. Les mal-logés ? Daumier vous dis-je ! Un siÚcle et demi aprÚs la publication de ses caricatures dans la presse de l'époque, notamment Le Charivari, les problÚmes dénoncés par Honoré-Victorin Daumier (1808-1879) n'ont pas pris une ride. Ce que montre l'exposition, pédagogique à souhait, présentée à la BibliothÚque nationale de France à travers environ 200 lithographies, sur les 4 000 de sa production. Daumier journaliste vaut Daumier le peintre. C'est l'avis de l'historien Jules Michelet qui lui écrit : « Vous seul avez des reins.

 

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Article publié le 07 Mars 2008

Par Harry Bellet

Source : LE MONDE

 

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Karikaturisten lebten schon immer gefÀhrlich

 

Vor 200 Jahren wurde HonorĂ© Daumier geboren. Er galt als Handwerker und war doch ein genialer KĂŒnstler

 

 

Karikaturen sind ein Stiefkind der Kunstgeschichte. Sie gelten als Gebrauchsgrafik - fĂŒr den Tag gemacht und am nĂ€chsten schon wieder vergessen. Selbst ein Großmeister wie HonorĂ© Daumier, der heute vor 200 Jahren zur Welt kam, hat zeitlebens darunter gelitten, dass er nur als "Handwerker" galt. Die 4000 Lithografien, die seinen Ruhm begrĂŒndeten, hat er als drĂŒckende Lohnarbeit empfunden. Er wollte malen. Erst 1878, wenige Monate vor seinem Tod, kam eine Pariser Galerie auf den Gedanken, ihm eine Ausstellung zu widmen. Aber damals war er schon fast blind und zu krank, um sein HĂ€uschen in Valmondois zu verlassen. Seine Aufnahme in das Pantheon der Kunst hat er nicht mehr erlebt.

 

Der Kunsthistoriker Julius Meier-Graefe hat Daumier "Delacroix' reifste Frucht" genannt. Der Vergleich mit dem Theatraliker des romantischen Überschwangs scheint zunĂ€chst abwegig. Doch wenn man genauer hinschaut, sind die formalen Gemeinsamkeiten in der Tat frappierend: der flackernde Strich, der Sinn fĂŒr die hochdramatische Geste, die Vorliebe fĂŒr das Groteske. Nach Herkommen und Lebensstil könnte der Unterschied zwischen beiden freilich kaum grĂ¶ĂŸer sein. Delacroix war ein Weltmann; Daumier stammte aus kleinen VerhĂ€ltnissen, aus denen er sich nie hat lösen können. Das Haus in der Pariser Banlieue verdankte er der GroßzĂŒgigkeit seines Freundes Corot, der es heimlich kaufte, als er die Miete nicht mehr aufbringen konnte. Seine Beerdigung wurde aus öffentlichen Mitteln bezahlt.

 

Daumier stammte aus Marseille, wo sein Vater Bilder rahmte und Fenster verglaste. Der Glaser strebte nach Höherem: Er zog nach Paris in der Hoffnung, die Hauptstadt als Dichter zu erobern. Doch die Theater wollten von seinen Versdramen nichts wissen. Um die Familie ĂŒber Wasser zu halten, musste der ZwölfjĂ€hrige dazuverdienen. Als Laufbursche lernte er die Welt der Justiz kennen, die er spĂ€ter so glanzvoll verspotten sollte. Mehr als rudimentĂ€ren Malunterricht hat er nie genossen. Stattdessen erlernte er bei einem Graveur die neue Technik der Lithografie, die es den Zeitungen erstmals erlaubte, ihre Artikel zu illustrieren. Der Zeichner Charles Philipon, der Erfinder der Birne, des satirischen KĂŒrzels fĂŒr den "BĂŒrgerkönig" Louis Philippe, grĂŒndete nach der Juli-Revolution von 1830 die Zeitschrift "La Caricature" und zwei Jahre spĂ€ter "Le Charivari". Sie wurden Daumiers kĂŒnstlerische Heimat.

 

Dass sein neues Gewerbe nicht ganz risikolos war - diese Erfahrung blieb ihm allerdings nicht erspart. 1832 wurde Daumier, nachdem er Louis Philippe als Vielfraß verhöhnt hatte, wegen MajestĂ€tsbeleidigung zu sechs Monaten GefĂ€ngnis verurteilt. Dennoch war Paris, verglichen mit Deutschland und Österreich, ein relativ tolerantes Pflaster. Kein Wunder, dass es Heinrich Heine, Karl Marx und andere deutsche Querdenker an die Seine zog. Die politische Karikatur blĂŒhte - bis 1835, als der Korse Joseph Fieschi versuchte, den König mit einer selbst gebastelten Höllenmaschine in die Luft zu jagen. Louis Philippe wurde nur leicht verletzt, doch elf Personen starben. Die Zensur wurde drastisch verschĂ€rft.

 

Nach der Revolution von 1848 brach ein neues Goldenes Zeitalter fĂŒr die politische Karikatur an. Daumier erfand Ratapoil, einen zotteligen Gentleman mit Zylinder, Stock und imperialem Schnurrbart, in dem die Zeitgenossen mĂŒhelos den nach der Macht greifenden Neffen Napoleons erkannten. Nach dem Staatsstreich des "Prince-PrĂ©sident" im Jahr 1851 wurde die Zensurschraube wieder angezogen. Wie schon in der Julimonarchie musste sich Daumier auch im Zweiten Kaiserreich damit begnĂŒgen, statt der Machthaber die StĂŒtzen der Gesellschaft durch den Kakao zu ziehen. Sie kamen alle an die Reihe - die eitlen Advokaten, die schlĂ€frigen Richter, die zynischen Ärzte, die BĂŒrokraten, die Börsianer, die Kokotten, das Theaterpublikum auf den billigen PlĂ€tzen, die Reisenden in der Eisenbahn und natĂŒrlich auch die Journalisten.

 

Wie sein Namensvetter Balzac in der "ComĂ©die humaine" schuf Daumier ein unerschöpfliches Panoptikum des 19. Jahrhunderts, ĂŒber das wir immer noch lachen können. Die Treffsicherheit hat nicht zuletzt mit Daumiers Talent zu tun, CharakterzĂŒge ins Anatomische zu ĂŒbersetzen. Seine SpießbĂŒrger, schreibt Meier-Graefe, "haben die Gemeinheit nicht nur in jeder Falte und Runzel, sondern auch in den Gliedern, in den Knochen. Sie grinsen auch mit dem Bauch unter der geschwollenen Weste." Zu Beginn seiner Karriere nĂ€herte sich Daumier den Zielscheiben seines Spotts, indem er zunĂ€chst Miniaturen aus bemaltem Ton von ihnen anfertigte. Die BĂŒsten gehören heute zu den Perlen des MusĂ©e d'Orsay.

 

Daumiers Spott ĂŒber die satten BĂŒrger des "juste milieu" wĂ€re vielleicht weniger bissig ausgefallen, wenn er selbst an den Segnungen ihres Materialismus teilgehabt hĂ€tte. Uns mögen seine Karikaturen eher gemĂŒtvoll vorkommen. Aber die Abonnenten des "Charivari" nahmen oft Anstoß. Das behauptete jedenfalls Philipon, der Herausgeber, als er Daumier 1860 entließ. Erst 1863, nach Philipons Tod, wurde Daumier wieder eingestellt. Die Entlassung stĂŒrzte ihn in finanzielle Nöte. Zugleich begrĂŒĂŸte er die Gelegenheit, sich endlich seiner Malerei hingeben zu können.

 

Schon 1848 hatte er sich, als die Republik ein Symbol fĂŒr die neue Staatsform suchte, an der Ausschreibung beteiligt. Seine Ölskizze einer nackten Frau mit zwei Kindern, die an ihren BrĂŒsten saugen, ist ein typisches Beispiel fĂŒr seinen Malstil - MonumentalitĂ€t des Konzepts bei BeschrĂ€nkung auf das Wesentliche. Damit erzielt er unheimliche Wirkungen: Seine "WĂ€scherin", die mit ihrem Kind vom Seine-Quai emporsteigt, wirkt wie eine danteske Figur aus der Unterwelt. "Ecce homo" lĂ€sst uns mit einer einzigen Geste die Demagogie spĂŒren, die das Volk Jerusalems dazu brachte, die Freilassung des Barrabas zu fordern und Jesus zu opfern.

 

Als der Maler Charles-François Daubigny zum ersten Mal unter der Decke der Sixtinischen Kapelle stand, murmelte er: "Daumier!" Wollte er damit sagen, dass Daumiers Karikaturen etwas Mythologisches haben, etwas DĂ€monisches, das Michelangelo nĂ€her steht als den Tenören des Salons, die auf ihren zeichnenden Kollegen herabsahen? Er hĂ€tte so unrecht nicht. Inzwischen haben sich die VerhĂ€ltnisse umgekehrt: WĂ€hrend die Delaroche, Meissonnier und Bouguereau als "pompiers" belĂ€chelt werden, gehört Daumier zu den am fleißigsten gefĂ€lschten KĂŒnstlern - das aufrichtigste Kompliment, das die Nachwelt zu vergeben hat.

 

 

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Die Welt online - 6. Februar 2008, 04:00 Uhr

Von Jörg Von Uthmann

 

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Verstehen wollen - Das Kunsthaus ZĂŒrich zeigt Zeichnungen und Grafiken von HonorĂ© Daumier

 

von Urs Steiner

 

Jedermann glaubt HonorĂ© Daumier (1808–1879) zu kennen. Wer einmal eine seiner rund 4000 Lithografien gesehen hat, die der KĂŒnstler wĂ€hrend vierzig Jahren fĂŒr die Tagespresse schuf, wird dieses spezielle Genre nie mehr vergessen. Dennoch verstehen nicht einmal die Kunsthistoriker das PhĂ€nomen Daumier ganz und gar: Der Grafiker, Zeichner, Maler und Bildhauer ist bis heute ein Forschungsgegenstand mit zahlreichen Leerstellen geblieben. Eigentlich erstaunlich bei einem KĂŒnstler, der im 19. Jahrhundert wie kein zweiter in der Öffentlichkeit gestanden hatte, der als erster das modernste Massenmedium der Zeit mit seinen Bildern dominierte.

Kunst aus der Not

 

So anerkannt, aber auch gefĂŒrchtet Daumier fĂŒr seine Karikaturen im Journal «Le Charivari» war, so erfolglos betĂ€tigte er sich als freier KĂŒnstler. Seine Werke auf Papier, die er nicht auf Steinblöcke fĂŒr tagesaktuelle Lithografien gezeichnet hatte, sind entsprechend selten und wenig bekannt. Die meisten davon werden auf die Jahre zwischen 1860 und 1863 datiert – als Daumier von seinem Publikationsorgan aufgrund der Pressezensur freigestellt wurde.

 

In einer kleinen, aber dichten Kabinettausstellung zeigt der Kurator Bernhard von Waldkirch im Kunsthaus ZĂŒrich nicht nur den Lithografen, sondern vor allem den Zeichner, den Maler und am Rande sogar den Bildhauer Daumier. Mit seiner Figur «Ratapoil» verlieh er der LĂŒge, der Heuchelei und der nackten Gewalt des Zweiten Kaiserreichs von Napoleon III. Gestalt, wie Bernhard von Waldkirch im Katalog ausfĂŒhrt. Die Schau bietet dem geduldigen Publikum, das eine historisch und kunstgeschichtlich komplexe Epoche verstehen will, einiges Anschauungsmaterial. Zum Beispiel die Entstehungsgeschichte des «Drehorgelspielers», einer lavierten und aquarellierten Zeichnung, auf der nicht der Musikant, sondern der staunende Knabe am linken Bildrand eigentlich im Zentrum steht – möglicherweise ein Alter Ego des KĂŒnstlers.

Schrulliges Establishment

 

Rund 70 Zeichnungen und Grafiken Daumiers fĂ€chern das Leben im Paris des 19. Jahrhunderts in zahlreichen Schattierungen auf. Daumier fokussiert nicht nur auf die politischen Grossereignisse der Revolutionen und UmstĂŒrze, sondern dokumentiert das Leben der kleinen Leute ebenso wie die schrulligen Eitelkeiten des Establishments. So treffen wir auf Gaukler, Pierrots und KĂŒnstler ebenso wie auf Juristen, Kunstsammler oder lĂ€cherlich verkleidete BĂŒrger am Opernball. Am Schluss der Ausstellung kennen wir HonorĂ© Daumier zwar noch immer nicht recht – aber wir haben ihn irgendwie in unser Herz geschlossen.

 

ZĂŒrich, Kunsthaus, bis 24. Februar. Katalog Fr. 46.–.

 

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NZZ Online, 7.12.2007

 

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Daumier events at Oskar Reinhart Collection, Winterthur

 

The Oskar Reinhart Collection 'Am Römerholz' in Winterthur, Switzerland, has a

remarkable ensemble of drawings and paintings by Honoré Daumier. The museum is

celebrating the artist's two hundredth anniversary with a variety of events.

 

From 9th February until July 2008 under the title Focus on Daumier at the

'Römerholz': Oskar Reinhart and Honoré Daumier, the works by the artist in the

museum's own collection will be exhibited in a new arrangement which underlines

their thematic and artistic links as well as their importance.

In addition, Judith Wechsler's film on Honoré Daumier-one must be of one's time-can

be seen in English, French, and German.

Finally, numerous internationally recognised experts will meet at the 'Römerholz' on

9 February 2008 for a conference with lectures and discussions of important aspects

of Daumier's work.

 

In parallel with this, the Kunsthaus ZĂŒrich is showing an exhibition of selected

drawings by Honoré Daumier from 7 December 2007 to 24 February 2008. Winterthur and

Zurich thus offer an opportunity to derive central insights into the work and milieu

of one of the most productive and innovative artists of the nineteenth century.

 

You can register for the conference at:

Oskar Reinhart Collection 'Am Römerholz'

Haldenstrasse 95

CH-8400 Winterthur

Tel.: +41 (0)52 269 27 41

Fax: +41 (0)52 269 27 44

E-mail: sor@bak.admin.ch

 

Or contact:

Harry Klewitz, M.A.

harry.klewitz@bak.admin.ch

 

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Information by Oskar Reinhart Collection, Dec. 2007

 

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Daumier Events bei Oskar Reinhart, Winterthur

In der Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz», Winterthur, Schweiz, befindet sich ein hochkarÀtiges und beachtliches Werkensemble an Zeichnungen und GemÀlden von Honoré Daumier.

Das Museum feiert 2008 seinen zweihundertsten Geburtstag mit unterschiedlichen Veranstaltungen.

 

Unter dem Titel Schwepunkt Daumier im «Römerholz»: Oskar Reinhart und HonorĂ© Daumier werden die Werke des KĂŒnstlers aus der Sammlung in einer neuen Zusammenstellung prĂ€sentiert, welche sowohl die thematischen und kĂŒnstlerischen Verbindungen, als auch deren Bedeutung unterstreicht.

 

Zudem kann Judith Wechslers Film HonorĂ© Daumier: il faut ĂȘtre de son temps sowohl in englischer, französischer als auch in deutscher Version angeschaut werden.

 

Zahlreiche international anerkannte Experten werden sich am 9. Februar 2008 im «Römerholz» zu einer Tagung treffen, an der sie VortrĂ€ge ĂŒber wichtige Aspekte zu Daumiers Schaffen und Werke halten, die fĂŒr das Publikum zugĂ€nglich sind.

 

Das Kunsthaus ZĂŒrich zeigt parallel vom 7. Dezember 2007 bis 24. Februar 2008 in einer Ausstellung Zeichnungen von HonorĂ© Daumier. Winterthur und ZĂŒrich bieten somit die Möglichkeit, zentrale Einblicke in das Schaffen und Umfeld eines der produktivsten und innovativsten KĂŒnstler des 19. Jahrhunderts zu gewĂ€hren.

 

FĂŒr die Tagung Schwerpunkt Daumier im «Römerholz»: Oskar Reinhart und HonorĂ© Daumier ist eine Anmeldung erforderlich unter:

 

Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz»

Haldenstrasse 95

CH-8400 Winterthur

Tel: +41 (0)52 269 27 41

Fax: +41 (0)52 269 27 44

E-Mail: sor@bak.admin.ch

 

Oder kontaktiere Sie:

Harry Klewitz, M.A.

harry.klewitz@bak.admin.ch

 

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AnkĂŒndigung von Oskar Reinhart Collection, Dez. 2007

 

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Die Gegenwart als Tatort

 

HonorĂ© Daumier und Gustave DorĂ© beherrschten die Sprache des Zeitgenössischen als Zeichner und Karikaturisten so vollkommen wie heute nur die Fotografie. Ihre Kunst der passionierten Teilnahme am aktuellen Geschehen hat die Moderne geprĂ€gt – auf Umwegen. Eine Spurenlese.

 

Lesen Sie den Artikel auf zwei Seiten in der Wochenendausgabe vom 4. August 2007 in der Frankfurter Allgemeine Zeitung (Z1 und Z2) von Henning Ritter, mit zahlreichen Abbildungen.

 

 

 

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Frankfurter Allgemeine Zeitung, 4. August 2007

 

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Daumier - Du Rire aux Armes 1848-1870

 

 

Afin de cĂ©lĂ©brer le deuxiĂšme centenaire de la naissance d’HonorĂ© Daumier, le musĂ©e d’art et d’histoire de Saint-Denis, riche de prĂšs de 4 000 lithographies de l’artiste, a dĂ©cidĂ© de lui rendre hommage. L’exposition accompagnant cette commĂ©moration privilĂ©giera une pĂ©riode particuliĂšre de son existence, celle qui va de la RĂ©volution de 1848 Ă  la guerre de 1870, et un des thĂšmes rĂ©currents de son Ɠuvre, le divertissement, sous toutes ses formes thĂ©Ăątrales ou musicales. L’ensemble sera replacĂ© dans l’effervescence d’un Paris point de mire et but de voyage du monde entier, mais nĂ©anmoins sous la coupe permanente d’une censure impitoyable.

 

Avec la collaboration d’autres institutions publiques, BibliothĂšque Nationale de France, BibliothĂšque des Arts du spectacle, BibliothĂšque de la ComĂ©die Française, BibliothĂšque de l’OpĂ©ra national de Paris, et MusĂ©e d’Orsay, le musĂ©e de Saint-Denis pourra ainsi Ă©voquer l’actualitĂ© qui inspira Daumier, telle la naissance du vedettariat avec Rachel au thĂ©Ăątre, ou Ernesta Grisi Ă  l’opĂ©ra sur fond d’opposition entre musiciens français (de Berlioz Ă  Bizet) et italiens (de Rossini Ă  Verdi), sans oublier les divertissements populaires, musique et bal. On y rencontrera aussi l’engouement pour certaines formes musicales importĂ©es, sur lesquelles planera l’image de la Lola de Valence de Manet, ou bien encore l’apparition de nouveaux divertissements qui nous amĂšneront Ă  Ă©voquer l’incontournable figure, autant admirĂ©e que vilipendĂ©e, d’Offenbach.

 

La rĂ©union de cet ensemble d’Ɠuvres de techniques variĂ©es, puisqu’entre les images se glisseront les costumes et les accessoires qui furent alors portĂ©s, permettra de juger de l’allusion ou de l’illusion comique derriĂšre laquelle se profilent bien souvent les armes et les larmes de l’Histoire. Elle nous permettra aussi probablement de connaĂźtre un peu mieux HonorĂ© Daumier, ses relations et ses distractions
 lorsque la pierre lithographique lui laissait quelque libertĂ©.

 

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Press release by

Le Musée d'Art et d'Histoire de Saint-Denis, August 2007

 

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HÀssliche Helena trÀgt Paris als Beute davon

Ausstellung im WallenfelsÂŽschen Haus mit Daumier-Karikaturen eröffnet - Antike Helden mit spitzer Feder aufgespießt

 

GIESSEN (ts). Ausgerechnet die Alterstumswissenschaftler holen im JubilĂ€umsjahr der UniversitĂ€t ihre antiken Helden vom Sockel: In der Antikensammlung des WallenfelsÂŽschen Hauses ist am frĂŒhen Mittwochabend die Ausstellung "Wahre Helden" mit 32 ausgesuchten Litografien des bekannten französischen Zeichners und Karikaturisten HonorĂ© Daumier (1808 bis 1879) eröffnet worden. Die BlĂ€tter korrespondieren dabei mit originalen FundstĂŒcken aus Troja und Mykene. Zahlreiche Besucher drĂ€ngten sich bei der Vernissage in den engen RĂ€umlichkeiten des Museums. "Daumier hat es auf so Leute wie uns abgesehen", bemerkte Prof. Peter von Möllendorf in seinem Grußwort voller Selbstironie. In jedem Altertumsforscher stecke eben ein Antikenfan: Man freue sich zwar, wenn die großen mythologischen Gestalten durch den Kakao gezogen wĂŒrden, aber man freue sich gleichzeitig weniger, weil man selbst einige Kakaospritzer abbekomme.

 

Mit spitzer Feder hat HonorĂ© Daumier die Helden des klassischen Altertums und ihre Ruhmestaten aufs Korn genommen. Er war ein scharfer Beobachter seiner Mitmenschen und ihrer SchwĂ€chen und stellte den Alltag der einfachen Leute ebenso dar wie das Leben der arrivierten BĂŒrger. In den in Gießen gezeigten Werken hat der Spötter die bĂŒrgerliche Antikenbegeisterung des 19. Jahrhunderts ins Visier genommen und die Helden wieder aufs menschliche Maß zurechtgestutzt. Auf dem Blatt "Ein waschechter Held" sieht man, wie Thetis ihr Baby Achill im Fluss Styx badet, um den Jungen unverwundbar zu machen, und ihn dabei an der Ferse, der spĂ€teren Achillesferse, festhĂ€lt. Hintergrund dieser Zeichnung waren die zum Teil miserablen hygienischen ZustĂ€nde in den öffentlichen Pariser Badeanstalten. Eine andere Karikatur mit dem Titel "Eine zĂŒndende Idee" zeigt den Sturz des Ikarus: Völlig ungerĂŒhrt verfolgt DĂ€dalus durch ein anachronistisches Fernrohr das misslungene Flugexperiment seines Sohnes. "Mörderische Liebe" thematisiert den Selbstmord der Dichterin Sappho, wobei Daumier den kleinen Liebesgott Amor bei Sapphos Sprung vom Felsen krĂ€ftig nachhelfen lĂ€sst. Der legendĂ€re Raub der Helena spielt sich bei ihm auch ganz anders ab: Auf dem Blatt "Eine tragende Rolle" wird nicht Helena von Paris entfĂŒhrt, sondern die alles andere als anmutige Königin trĂ€gt den lĂ€ssigen Dandy auf ihren krĂ€ftigen Schultern wie eine Siegesbeute davon. Mit dieser Karikatur wollte der Zeichner der Frauenbewegung eins auswischen. Schließlich begegnet einem noch ein ziemlich schmĂ€chtiger Sisyphos, der einen riesigen Stein mit der Aufschrift "Budget" den Berg hinauf zu stemmen versucht. Hiermit spielte Daumier auf die unermesslichen MilitĂ€rausgaben im Vorfeld des deutsch-französischen Krieges 1870/71 an.

 

Dr. Matthias Recke vom Institut fĂŒr Altertumswissenschaften hat diese PrĂ€sentation mit sechs sehr engagiert arbeitenden Studenten konzipiert und zusammengestellt. Sie hatten das große GlĂŒck, aus der Privatsammlung der Schweizer Familie Noack, die alle 4000 Litografien Daumiers besitzt, 32 mit antiken Themen auswĂ€hlen zu dĂŒrfen. Unter Reckes Regie ist ferner ein reich illustrierter Ausstellungskatalog erschienen, der eine kenntnisreiche EinfĂŒhrung in das Leben und Werk Daumiers bietet sowie alle Exponate ausfĂŒhrlich kommentiert und sie in Beziehung zu VergleichsstĂŒcken stellt.

 

Der Katalog ist dem langjĂ€hrigen Professor fĂŒr klassische ArchĂ€ologie, Wolfram Martini, gewidmet, der die Antikensammlung im WallenfelsÂŽschen Haus vor 20 Jahren aufgebaut hat: Darauf wiesen alle Redner bei der Vernissage hin. Uni-PrĂ€sident Prof. Stefan Hormuth versprach darĂŒber hinaus, alle Veranstaltungen des Uni-JubilĂ€ums zum 400-jĂ€hrigen Bestehen sollten wie diese Ausstellung den BĂŒrgern der Stadt öffentlich zugĂ€nglich sein. Kulturdezernent Dr. Reinhard Kaufmann wĂŒrdigte am Beispiel der Antikensammlung die "seit 20 Jahren glĂŒckhafte und vorbildliche Kooperation" von UniversitĂ€t und Oberhessischem Museum.

 

Auch Anja Klöckner, die seit anderthalb Wochen die Professur fĂŒr klassische ArchĂ€ologie innehat, betonte zunĂ€chst, dass die Antikensammlung aus dem Gießener Kulturleben nicht mehr wegzudenken sei. Über HonorĂ© Daumier, der ein sehr umfangreiches kĂŒnstlerisches Werk schuf und jahrelang jeden Tag ein neues Blatt zeichnete, bis er erblindete, fĂŒhrte sie aus, sein Ziel sei es gewesen, Zeitgenössisches durch Verfremdung zum Ausdruck zu bringen. "Die Zeichnungen mit ihrer oft derben Komik wirken unglaublich frisch und aktuell. Das Menschliche, Allzumenschliche, ist darin mit sehr spitzer Feder aufgespießt", sagte sie. Beide Geschlechter kĂ€men bei ihm nicht gut weg.

*

Die Ausstellung im WallenfelsÂŽschen Haus, Kirchenplatz 6, ist bis zum 22. Juli zu sehen, dienstags bis sonntags 10 bis 16 Uhr. Eintritt frei. Der Katalog ist fĂŒr zehn Euro erhĂ€ltlich.

 

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USINGER ANZEIGER, 27.4.2007

 

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Heroen aufs Korn genommen

Daumier-Ausstellung "Wahre Helden?" - Anzeiger veröffentlicht Lithografien

 

GIESSEN (eb.) "Wahre Helden? - Daumier und die Antike" ist der Titel einer Ausstellung, die heute um 18.30 Uhr in der Antikensammlung der JLU im Wallenfels'schen Haus (Kirchenplatz 6) eröffnet wird. Der französische KĂŒnstler HonorĂ© Daumier (1808 - 1879) karikiert mit teils derbem Spott die bĂŒrgerliche Antikenbegeisterung des 19. Jahrhunderts und stellt die Verherrlichung des Altertums generell in Frage. In der Ausstellung zum 400. Geburtstag der UniversitĂ€t werden 32 ausgewĂ€hlte Lithografien Daumiers gezeigt, die die Heroen des klassischen Altertums und ihre vorbildhaften Taten aufs Korn nehmen. Der Anzeiger wird wĂ€hrend der Dauer der Ausstellung (vom 26. April bis 22. Juli) wöchentlich eine Lithografie veröffentlichen. Zum Auftakt: Menelaos als Sieger.

 

Die Lithografie zeigt eine Episode aus dem Sagenkreis um Troja, nĂ€mlich die RĂŒckfĂŒhrung der schönen Helena durch Menelaos. Helenas EntfĂŒhrung durch den trojanischen Prinzen Paris - ein unglaublicher Affront und eine Entehrung sondergleichen, die unbedingt vergolten werden musste - war Ursache des zehnjĂ€hrigen Kriegs gewesen, der schließlich mit dem Bau des trojanischen Pferdes durch den listenreichen Odysseus und der Eroberung der Stadt endete. Menelaos, so berichtet der Mythos, wollte seine untreue Frau zunĂ€chst töten, entbrannte aber, als er sie wieder sah, in neuer Liebe zu ihr und fĂŒhrte sie zurĂŒck in die Heimat.

 

In der antiken Kunst ist dieses Ereignis ein beliebtes Thema, vor allem in der attisch rotfigurigen Vasenmalerei der klassischen Zeit Griechenlands. Meist wird Menelaos als kraftvoller Held in voller Bewaffnung dargestellt, der mit gezĂŒcktem Schwert auf seine Frau zustĂŒrmt. Der Sinneswandel des Menelaos wird, wie hier auf einer Vase des Persephone-Malers (kl. Bild), so dargestellt, dass er - zusammen mit dem Schwert - auch die Absicht, Helena zu töten, fallen lĂ€sst.

 

Ganz anders als in der antiken Kunst zeigt nun Daumier diese Szene: Vor den lodernden FeuersbrĂŒnsten und den heftig rauchenden TrĂŒmmern der Stadt - links hinten ist sogar die Silhouette des trojanischen Pferdes auszumachen - erstreckt sich das mit zahllosen Leichen bedeckte Schlachtfeld. In gespreiztem Ballettschritt, das bluttriefende Schwert wie einen Regenschirm haltend, stolziert der mittlerweile wohlbeleibte Herrscher mit emporgerecktem Haupt ĂŒber das Schlachtfeld und zieht sich den Spott seiner nicht mehr ganz so jungen und wenig anmutigen, mopsgesichtigen Frau zu. Von junger Liebe ist hier nichts zu spĂŒren - aber Recht und Ehre, Anstand und Moral haben Genugtuung erfahren ...

 

FaktenTitel der Lithografie: Menelaos als Sieger (DR 925); erschienen in: Le Charivari, 22. Dezember 1841. VergleichsstĂŒck: Attisch rotfiguriger Glockenkrater des Persephone-Malers. Toledo (USA), Museum of Art, Inv. 67.154 (440-430 v. Chr.).

 

Katalog: M. Recke (Hrsg.), Wahre Helden? Daumier und die Antike. 120 Seiten, 89 Abb. BoD Norderstedt, 2007. ISBN 978-3-8334-8028-7 (zehn Euro)

 

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GIESSENER ANZEIGER, 25.4.2007

 

 

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Monet and Daumier

Exponen dibujos y caricaturas del pintor impresionista

La Royal Academy muestra rostro desconocido de Monet

"Si uno compara sus caricaturas con las de Daumier o alguien así, uno se da cuenta de inmediato de dónde sacaba Monet sus ideas", agregó el curador.”

 

 

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LA JORNADA, Mexico city, March 19, 2007

 

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Old Gallants and Retired Financiers

François Couperin (1668-1733), probably writing to entertain Louis XIV, varies the moods to suit his epoch’s conception of love in relation to such aspects as Virginity, Modesty, Ardor, Hope, Languor, Coquetry, and other amorous qualities, each color-coded to different masks – pink, crimson, invisible, and so forth. The title of No. IX, "Old Gallants and Retired Financiers," got a laugh, perhaps making the audience think of elderly pensioned bankers; but it put me more in mind of a possible title for a satirical Daumier drawing. The piece became undeniably period French in concept with the concluding numbers: Kindly Cuckoos (Cuckolds), Taciturn Jealously, and Frenzy or Despair. ("O rage, o desĂ©spoir!")

 

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George Weinberg-Harter, San Diego Arts, March 14, 2007

 

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Soulouque in Daumier's work

Soulouque fĂŒhrte stĂ€ndig Krieg gegen die Dominikanische Republik, der wie das Hornberger Schießen endete, aber als Sieg gefeiert wurde, und nahm Söhne und Töchter der Mulatten-Bourgeoisie als Geiseln, die er bei Bedarf hinrichten ließ. In einer Woche vergab er 400 Adelstitel: Kein Wunder, dass HonorĂ© Daumier den Kaiser von Haiti benutzte, um seinen Lieblingsfeind Napoleon III. zu karikieren.

 

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Welt Online, March 13, 2007

 

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Daumier inspired Monet

One of the most illuminating aspects of the exhibition is its display of Monet's caricatures, mostly executed around his native Le Havre. We tend not to think of Steve Bell and Gerald Scarfe as having any connection with the man who painted water lilies over and over again but they are heirs to a tradition he inhabited, and to which he brought just as much venom and mischief as they do today. Monet was inspired by Honoré Daumier, a celebrated caricaturist praised by Baudelaire in 1857 in one of the first serious-minded pieces of criticism about what are essentially cartoons.

 

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Sunday Herald, March 13, 2007

 

 

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French paintings celebrate women

An exhibit of paintings of women, on loan from 45 French museums, has opened at the New Orleans Museum of Art.

"Femme, femme, femme: Paintings of Women in French Society from Daumier to Picasso from the Museums of France" continues through June 3.

In addition to Daumier and Picasso, the exhibit of more than 80 paintings includes work by Renoir, Manet, Degas and Toulouse-Lautrec. All depict the evolution of women's roles.

Contact: 504-658-4100; www.noma.org.

 

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Dallas News, March 11, 2007

 

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The unknown Claude Monet

The artist is famous for his paintings of haystacks and lilies. But a new exhibition demonstrates his other side

By Louise Jury

 

He carried on producing caricatures for cash, studying masters of the form to develop his considerable skill. "If you put his caricatures next to those of Daumier or someone, you can see immediately where Monet is getting his ideas from." Monet saved the money he made from the caricatures to pay his way to Paris in 1860, where his first published work was a caricature. "He was very determined. He knew that he didn't want to be a hack painter. But it took him a long time, 20 years, until he was making enough money just to get by."

 

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The Independent, (UK), March 10, 2007

 

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Disney and Daumier

Disney's favourite artist was Germany's Heinrich Kley, a Disney contemporary who created fantastical images of everything from cutesy anthropomorphic animals to scary demons.

But Disney's tastes went far beyond the kitschy work of Kley. Disney also embraced the clever caricatures of 19th-century French artist Honoré Daumier and frightening images from the likes of the 16th-century German master Albrecht Durer.

 

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The Ottawa Citizen, March 10, 2007

 

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Last Updated 09.09.2017. |  Disclaimer